Innovativ für die Zukunft

Es geht auch grün: Handwerksbetriebe mit innovativen Technologien und umweltfreundlichen Projekten wurden von Landesumweltministerin Margit Conrad mit den Ehrenpreisen der Landes-Handwerkskammern prämiert. Eine der vier Auszeichnungen ging in den Eifelkreis Bitburg-Prüm.

Bitburg/Trier. (kbb) Photovoltaik, Geothermie, Brennstoffzelle: Die Umwelttechnologie ist auf dem Vormarsch, ihr Fachvokabular längst in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen. Etwa acht Prozent des deutschen Bruttoinlandsprodukts erwirtschafteten Umwelttechnologien im Jahr 2007. Schon 2020 werden es 14 Prozent sein, schätzt die Unternehmensberatung Roland Berger.

Diese Entwicklung lässt auch das deutsche Handwerk nicht kalt - im Gegenteil: Mittelständische Handwerksbetriebe erscheinen nunmehr als das Rückgrat der Branche. Die rheinland-pfälzischen Handwerkskammern loben deshalb schon seit 1990 alljährlich Ehrenpreise für umweltorientierte Produkte und Dienstleistungen aus. Im Rheinischen Landesmuseum kürte Landesumweltministerin Margit Conrad (SPD) zusammen mit HWK-Präsident Rudi Müller vier Musterbetriebe des Landes.

Aus der Region Trier erhielt die Firma Zahnen aus Arzfeld (Eifelkreis Bitburg-Prüm) die begehrte Auszeichnung. Das Unternehmen hat sich auf die maschinen- und elektrotechnische Ausstattung von Kläranlagen, Pumpstationen und Biogasanlagen spezialisiert.

"Mittlerweile haben alle erkannt, dass Wachstum und Umweltverantwortung keine Gegensätze mehr sind", unterstrich die Ministerin die Bedeutung des Umweltpreises. "Das Handwerk in Rheinland-Pfalz ist ein starker Sektor und übernimmt daher eine zentrale Rolle beim Umbau der Wirtschaft hin zu nachhaltigem Arbeiten", erläuterte Conrad.

HWK-Präsident Rudi Müller sagte, Umweltschutz sei eine Querschnittsaufgabe durch alle Bereiche der Wirtschaft. Die prämierten Handwerksbetriebe seien vorbildlich im Umgang mit Ressourcen, bei der Entwicklung innovativer Umwelttechnologien sowie mit Blick auf umweltfreundliche Arbeitsprozesse.

Die weiteren Preisträger: Bauunternehmen Günther Rheinheimer (Eulenbis, Landkreis Kaiserslautern, ausgezeichnet für die Konstruktion von Passivhäusern in Strohballen-Bauweise), Firma DenkMal (Bad Marienberg, Westerwaldkreis, Sanierung von Altbauten mit den Naturbaustoffen Lehm und Kalk), Dachdeckermeisterbetrieb Andreas Funk (Dienheim, Landkreis Mainz-Bingen, Verbindung des Dachdeckerhandwerks mit Installation von Photovoltaikanlagen).