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Internationale Wochen gegen Rassismus auch in der Region Trier

Diskriminierung : Aktion gegen Rassismus

Die „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ beginnen am Montag, 15. März, unter dem Motto „Solidarität. Grenzenlos.“ Auch in Trier sind viele Veranstaltungen am Start.

(red) George Floyd – der Name steht seit 25. Mai 2020 für Rassismus. Auch in Trier haben vergangenen Juni mehr als 1200 Menschen an der Porta Nigra gegen Rassismus und Polizei-Gewalt demonstriert.

Um Rassismus zu bekämpfen, wurden vor 26 Jahren die „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ ins Leben gerufen. Sie finden von Montag, 15., bis Sonntag, 28. März, unter dem Motto „Solidarität. Grenzenlos.“ statt, organisiert vom Rassismuskritischen Netzwerk (RKN) Trier. Die Aktionswochen organisiert die Koordinierungsstelle des Netzwerkes, das im Jugendzentrum „Auf Der Höhe“ angesiedelt ist. Die Termine finden online statt.

Alle Informationen zu Beiträgen, Veranstaltungen und Anmeldungen finden sich auf der Facebook-Seite Rassismuskritisches Netzwerk Region Trier. Das Projekt „Solidarität. Grenzenlos“ wird im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie gefördert, die Teil des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ des Bundesfamilienministeriums ist.

Ein Rap-Projekt gegen Rassismus im Jugendzentrum Auf der Höhe gibt Betroffenen die Chance, ihre Erlebnisse in Texte zu fassen. Am Mittwoch, 17. März, beleuchtet der Verein Buntes Trier, wie Rassismus und Antisemitismus in Verschwörungserzählungen aufgegriffen werden und wie mit solchen Erzählungen umgegangen werden kann.

Das Multikulturelle Zentrum hat für Donnerstag, 18. März, Wiebke Judith von Pro Asyl zu Gast. Sie veranschaulicht in ihrem Vortrag den EU-Migrationspakt und zeigt Methoden und Rechtsverletzungen des Paktes auf. Am gleichen Tag beginnt um 18 Uhr die Podiumsdiskussion „Leben wir Vielfalt“ des Beirats für Migration und Integration, die im Bürgerrundfunk OK54 zu sehen ist. Unter dem Titel „Leben wir Vielfalt?“ diskutieren Autorin Liane Bednarz, Didem Karabulut (Bundeszuwanderungs- und Integrationsrat), Prof. Markus Linden (Universität Trier ) und James Marsh über Integration.

Am Freitag, 19. März, thematisiert das Schmit-z Sexualität sowie Erfahrungen geflüchteter Menschen mit Diskriminierung. Die Diakonie Trier bietet am Donnerstag, 25. März eine Veranstaltung zum „Großen Austausch“ an und zeigt auf, wie ein antisemitisches Narrativ im Kontext von Flucht und Migration verwendet wird.

 Nicht nur im digitalen Raum setzt das Netzwerk ein Zeichen gegen Rassismus. Im Stadtgebiet wird es sichtbare Veränderungen geben. So zieren Banner, die von Graffiti-Künstlern des Jugendzentrums „Auf der Höhe“ und dem Palais gestaltet wurden, sowohl die Konrad-Adenauer-Brücke als auch die Brücke an der Hochschule.

Die Aktionswochen sind eine bundesweite Initiative, die auf Aktivitäten des Vereins „Interkultureller Rat“ rund um den 21. März zurückgehen.
Das Rassismuskritische Netzwerk Region Trier ist ein Zusammenschluss verschiedener Akteure der Trierer Zivilgesellschaft und Institutionen.

Es beteiligen sich Vertreter verschiedener Glaubensrichtungen, die Integrationsstelle der Stadt Trier und Vereine und Institutionen aus der Jugend-, Bildungs- und Gemeindearbeit.