Trier: Interview mit dem Irscher Ortsvorsteher - Die Mühlenstraße ist dran

Trier : Interview mit dem Irscher Ortsvorsteher - Die Mühlenstraße ist dran

Die Irscher freuen sich über den neu gestalteten Ortseingang und planen für 2019 eine weitere Initiative, die die Menschen im Stadtteil zusammenbringen soll. Im April soll es losgehen, das verrät Ortsvorsteher Karl-Heinz Klupsch.

Ein Blick zurück, ein Blick voraus: Die Trierer Ortsvorsteher skizzieren im Interview mit dem TV die wichtigsten Entwicklungen der Jahre 2018 und 2019 in ihren Stadtteilen. Heute: Karl-Heinz Klupsch (CDU) aus Irsch.

Was waren die wichtigsten Themen des Jahres 2018 in Irsch?

Das Jahr begann für uns mit einer grandiosen Beteiligung am Dreck-Weg-Tag: Mehr als 30 Leute, darunter viele Kinder, halfen mit – deutlich mehr als in den Vorjahren. Die Grundschule hatte vorher im Unterricht über das Thema Umwelt gesprochen. Das soll  2019 wieder genau so laufen.

Gleich zwei unserer sieben gut funktionierenden Ortsvereine haben 2018 ein Jubiläum gefeiert: Den Sportverein gibt es seit 70 Jahren, die Irscher Malteser seit 60. Dann haben  Irscher und Hockweiler Straße im Sommer eine neue Fahrbahn erhalten. Ein großer Tag war auch die Einweihung des Blauen Klassenzimmers am renaturierten Irscher Bach: Die Grundschule hat die Patenschaft übernommen und macht dort nun regelmäßig Unterricht.  Und am 20. Dezember haben wir den neu gestalteten Platz im Ortseingangsbereich eingeweiht, mit Grundschulkindern, Verwaltungsleuten und dem Nikolaus. Dort steht nun ein Weihnachtsbaum – sehr schön!

Was wird Ihren Stadtteil 2019 voraussichtlich 2019 beschäftigen?

Im April startet in unserem Stadtteil eine neue Initiative: Immer am ersten Samstag eines Monats wird es in der Burg einen Scheunentreff geben. Wir haben keine Gaststätte mehr im Stadtteil, und dort können die Menschen dann zusammenkommen.  Ab dem späten Nachmittag gibt es etwas zu trinken, vielleicht auch eine Kleinigkeit zu essen. Die Vereine wechseln sich mit der Ausrichtung ab.

 Auch in der desolaten Mühlenstraße wird sich etwas tun: Laut Tiefbauamt wird sie in Teilbereichen so saniert, dass die Verkehrssicherheit gewährleistet ist. 2020 soll sie dann komplett ausgebaut werden – was nach jetzigem Stand der Dinge beträchtliche Kosten für die Anlieger bedeutet. Wir hoffen, dass die Landesregierung die Straßenausbaugebühren abschafft – eine entsprechende  Resolution hat der Stadtrat ja bereits verabschiedet.  Der finanzielle Schwerpunkt des Ortsbeirats im neuen Jahr wird die Umgestaltung des kleinen Schulhofs der Grundschule werden: Dort soll ein Tartanboden verlegt werden, um den Schulsport sicherer zu machen. Der Ortsbeirat investiert 16$000 Euro, der Förderverein der Grundschule bringt weitere rund 12$000 Euro auf. Ein Höhepunkt 2019 wird sicher auch das 100-jährige Gründungsfest des Männergesangvereins werden.

Sind die Ortsbeiräte noch zeitgemäß?

Sollte es bei der Kommunalwahl wirklich Probleme geben, die Mandate zu besetzen, sollte die Verwaltung mit allen Seiten darüber sprechen, ob man Ortsbeiräte verkleinern kann. Es sollte aber keine Zusammenlegungen geben. Ortsbeiräte und Ortsvorsteher sind die beste Bürgerbeteiligung, die man sich denken kann. Es gibt kein Stadtratsmitglied aus Irsch – wir sind die Kümmerer vor Ort.

Mit Karl-Heinz Klupsch sprach TV-Redakteurin Inge Kreutz.

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