1. Region
  2. Trier & Trierer Land

Inzidenz steigt in Trier und im Landkreis Trier-Saarburg über 60

Corona-Pandemie : Inzidenzen steigen wieder über 60

Am Montag wurden dem Gesundheitsamt Trier-Saarburg 27 weitere Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet – 21 mehr als Montag vergangener Woche. Mehr Kinder und Jugendliche sind betroffen.

Am Montag wurden dem Gesundheitsamt Trier-Saarburg 27 weitere Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet – 21 mehr als Montag vergangener Woche. Diese verteilen sich wie folgt: 16 aus dem Landkreis und elf aus der Stadt Trier. Die Zahl der seit dem 11. März 2020 nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Personen beträgt nunmehr 5374 (1996 in der Stadt Trier und 3378 im Landkreis Trier-Saarburg).

Insgesamt wurden bisher 316 Nachweise einer Virus-Mutation gemeldet, davon 289 Mal die „britische“ Viren-Mutation B.1.1.7. und 22 Mal die „südafrikanische“ Virus-Mutation B.1.351. Weitere fünf Fälle müssen noch genauer differenziert werden.

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt nach Mitteilung des rheinland-pfälzischen Gesundheitsministeriums in der Stadt Trier bei 62,8 sowie im Landkreis bei 67,6 Neuinfektionen in den letzten sieben Tagen pro 100 000 Einwohnern. Das Gesundheitsamt Trier-Saarburg weist darauf hin, dass die Inzidenzwerte des Landes durch Nachmeldungen geringfügig von den Werten auf der Grundlage der Zahlen des Gesundheitsamtes abweichen können.

Neben der Häufung von Infektionen im familiären Umfeld beschreibt Thomas Müller, Pressesprecher im Gesundheitsamt, eine weitere Entwicklung, die seit mehreren Tagen deutschlandweit für Schlagzeilen sorgt: „Wir stellen fest, dass mehr Kinder und Jugendliche betroffen sind.“ Auf Nachfrage beim Gesundheitsamt erklärt Pressesprecher Thomas Müller, dass Kinder und Jugendliche aus 21 Kitas und Schulen in Trier und im Kreis Trier-Saarburg betroffen sind. Größere Ausbruchsgeschehen gebe es zurzeit jeweils in einer Kita im Kreis und einer in der Stadt Trier. Da seien jeweils mehrere Gruppen von Corona-Fällen unter Kindern und Erziehern betroffen, sagt Müller.

Die Behörde vermutet auch hier einen Zusammenhang mit dem steigenden Anteil der neuen Virus-Mutationen. Allerdings ist es laut Müller oft so, dass sich die Kinder im familiären Umfeld anstecken und das Virus nicht in die Einrichtungen tragen. So seien beispielsweise schon Schüler positiv getestet worden, die in der Inkubationszeit wegen des Wechselunterrichts gar nicht in der Schule waren. Der Kreis warte jedenfalls sehnsüchtig auf eine Teststrategie für Schulen, sagt Müller.

Die Zahl der aktuell Infizierten ist weiter gestiegen und liegt aktuell bei 439 – 24 mehr als am Sonntag. Diese verteilen sich wie folgt: 286 im Landkreis und 145 in der Stadt Trier. 17 Patienten aus dem Landkreis und der Stadt werden aktuell stationär in fünf Krankenhäusern versorgt.

Die Infektionszahlen verteilen sich im Landkreis Trier-Saarburg wie folgt auf die Verbandsgemeinden.

VG Hermeskeil: 600, VG Konz: 812, VG Ruwer: 292, VG Saarburg-Kell: 848, VG Schweich: 465, VG Trier-Land: 361.