Irina heißt die neue Königin der Ehranger Schützenbruderschaft

Irina heißt die neue Königin der Ehranger Schützenbruderschaft

In Ehrang haben die Frauen scharfe Augen: Beim Schützenfest der Bruderschaft St. Sebastianus hat Irina Lahr-Deutsch den Vogel abgeschossen. Zahlreiche Gastvereine kamen zu Besuch. Nach der Festmesse vergnügten sich die Gäste bei Speis, Trank und viel Musik.

Trier-Ehrang. Ein wichtiger Bestandteil der Ehranger Schützenbruderschaft St. Sebastian ist der Erhalt der Bräuche. Zum zweiten Mal hintereinander wurde eine Frau zur neuen Schützenkönigin gewählt. Irina Lahr-Deutsch wurde dieses Jahr gekrönt. Sie traf die Mitte des Adlers und darf somit das einjährige Amt antreten.
Die Tradition besagt, dass der erste Schütze, der den rechten Flügel des Vogels trifft, zum ersten Ritter erkoren wird und der, der den Linken trifft, zum zweiten. Hans-Dieter Römer und Silke Pütz waren diesmal die Glücklichen. Neuer Schützenprinz ist Tobias Theobald, erster Junker wurde Thomas Uth, zweiter Junker Laurence Engelmann.
"Wir sind der zweitälteste Verein in Trier. Unser Verein zeichnet sich durch den Erhalt der Traditionen aus. Ich bin seit achtzehn Jahren Schatzmeister und seit 1958 Mitglied", meint Lothar Zingen. Wichtiger Bestandteil des Schützenfestes sei daher auch die Festmesse. Pater Siegmund Pawliki überreichte den neuen Würdenträgern ihre Ehrenzeichen. Begleitet wurde die Messe von dem Bassbariton Horst Lorig und dem Referenten für Kirchenmusik im Bistum Trier, Matthias Balzer. Steter Begleiter waren die Gastvereine mit ihren prächtigen Fahnen. Nach der Festmesse wurde unter der musikalischen Begleitung des Duos Two4you gefeiert. Für warme Speisen und Getränke wurde ausreichend gesorgt.
In der Festmenge lassen sich bereits junge Anwärter erkennen, die das Konzept des Schützenvereins schätzen: "Die Ehranger Schützen fördern die Jugend im Sport und in der Tradition der Tracht. Mir gefällt besonders die Kameradschaft und der Zusammenhalt unserer Bruderschaft", erklärt Frank Senger, seit sechs Jahren Mitglied der St. Sebastianer. Dieses Konzept bewährt sich nun schon seit 533 Jahren. Einer der vielen Gründe, warum das Schützenfest eine Tradition der Bruderschaft geworden ist. sjs