Irscher Ortsbeirat on Tour

Die jüngste Ortsbeiratssitzung in Trier-Irsch wurde zum Ortstermin. Bei dem Rundgang von gut zwei Stunden informierte sich der Rat über Örtlichkeiten, wo Verbesserungen angezeigt wären.

Trier-Irsch. Keineswegs nur Kritikpunkte förderte die Besichtigung neuralgischer Punkte am vergangenen Samstag durch den Ortsbeirat in der Ortslage von Trier-Irsch zutage, sondern es gab (wenn auch wenige) Anlässe, um die Verwaltung zu loben. Ein Beispiel ist die Einmündung der Schmiedestraße in die Georgstraße. Ortsvorsteher Karl-Heinz Klupsch (CDU) hatte unlängst die Verwaltung gebeten, den löchrigen Straßenbelag zu sanieren. Und siehe da, etwa gleichzeitig mit dem schriftlichen Zwischenbescheid des Rathauses, war die Maßnahme schon umgesetzt, wovon sich die Ratsmannschaft an Ort und Stelle ein Bild machen konnte.
Solche Lösungen wünschen sich die Irscher Volksvertreter in der Tat öfter. Eine umgehende Erledigung funktionierte auch in der Wenzelbachstraße, wo der Straßenbelag in passabler Form ausgebessert wurde. "Wir fordern doch nicht nur, alles immer neu zu machen", sagte Karl-Heinz Klupsch, "nur dort, wo es sinnvoll ist und sich keine andere Lösung abzeichnet." Lediglich die maroden Stellen auszubessern, gelte auch für die Mühlenstraße, wo laut Christina Schneider ein Teil der Straße bereits ausgebessert worden sei.
Punktuell Straße ausbessern


Ein gänzlicher Neuausbau der Straße würde etliche Anlieger mit enormen Kosten belasten, so dass sich der Rat dafür aussprach, lediglich die Teerdecke punktuell auszubessern. Handlungsbedarf sieht CDU-Parteikollege Herbert Gehlen für die Wenzelbachstraße. Damit in nächster Zeit nicht noch größere Schäden auftreten, sollten die offenen Rillen in dem Belag schnellstmöglich verfüllt werden, erst recht noch vor dem kommenden Winter. An der Ecke Georgstraße/ Irscher-Straße wurde die Forderung erhoben, die freie Fläche vor dem Neubau ortstypisch auszubauen, erst recht, nachdem der Rat bereits 2012 insgesamt 2500 Euro der Verwaltung für die Planung an die Hand gegeben hatte. Ortsteilchef Klupsch äußerte die Hoffnung, dass ein städtischer Planentwurf zur kommenden Ratssitzung vorliegen werde.
Auf Zustimmung stieß die Info von Klupsch, im Rahmen des Ausbaus das vorhandene Buswartehäuschen durch eine moderne Art zu ersetzen. Auch müsse der befestigte Trampelpfad entlang der Hausfront des Neubaus erhalten bleiben, damit vor allem Kinder nicht den Gehweg entlang der vielbefahrenen Straße gehen müssen.
Apropos Verkehr, fließender wie ruhender: Hier seien gleich an mehreren Stellen Verbesserungen anzumahnen. In den 30-Kilometer-Zonen werde deutlich schneller gefahren als erlaubt und beim Halten und Parken werde immer öfter der Gehweg benutzt. Der Rat appellierte an die Vernunft der Verkehrsteilnehmer, ihre bisherigen Gewohnheiten kritisch zu überdenken. Gleichwohl sei nicht alles mit Verkehrszeichen zu regeln. In unmittelbarer Nähe des Feuerwehrgerätehauses sei dies allerdings unumgänglich, betonte Karl-Heinz Klupsch mit Hinweis auf seinen Vorstoß an die Verwaltung, ein regelndes Verkehrszeichen anzubringen. Die Antwort der Verwaltung stehe noch aus. Parken auf der Straße - aber in verkehrsgerechter Form, sei durchaus wünschenswert, so die Ratsvertreter unisono. Denn: Parken in dieser Form diene letztlich der Verkehrsberuhigung und dem langsamen Fahren durch den Ort, meinten die Ratsmitglieder. Dies wurde insbesondere beim Ortstermin am Feuerwehrgerätehaus deutlich. Hindernisfreies Fahren verleite zu deutlich schnellerem Fahren, wurde beobachtet.