Ja-Wort zwischen Golfbällen

FEYEN-WEISMARK. Fast ein halbes Jahrhundert hat die Minigolfanlage am Mattheiser Weiher auf dem Buckel. Die achtzehn Bahnen wurden 1959 angelegt, zwei Jahre, nachdem das Südbad seine Pforten zum ersten Mal öffnete. Seit dem Sommer 1999 betreibt Hilmar Mainzer den Minigolfplatz mit seiner Frau Justyna.

Arbeitsintensiv sei die Minigolfanlage, die zwischen Mattheiser Weiher und Südbad liegt, sagt Hilmar Mainzer. Bevor er den Platz mit den achtzehn Bahnen Ende Juli 1999 wieder eröffnete, war die Anlage für ein Jahr geschlossen. Die Natur holte sich in der Zeit zurück, was zwei Geschäftsleute 1959 aus dem Boden gestampft hatten. Die Minigolfbahnen seien überwuchert, mit Algen bewachsen und verschimmelt gewesen, erinnert sich Mainzer.Minigolf-Träume auf 5000 Quadratmetern

Mittlerweile hat er aus dem 5000 Quadratmeter großen Areal mit angeschlossener Restauration ein idyllisches Fleckchen Erde gemacht, das wieder viele Besucher anzieht. "Auf dieser Anlage könnten richtige Profi-Turniere gespielt werden. 1960 fand hier sogar mal eine Deutsche Meisterschaft statt", erzählt der Platzwart. Die achtzehn Trierer Bahnen sind international genormt, eine "Bahn acht ist so auch in Hamburg und in allen möglichen Ländern eine Bahn acht". In den 60er und 70er Jahren sei Minigolf im Trend gewesen. Danach hätte das Interesse stetig abgenommen. Der Anlage in Trier hat aber immer der freie Zugang vom Südbad aus regen Besucherstrom garantiert. "Bis 1995 konnten die Leute durch ein Drehkreuz hierher kommen", sagt Hilmar Mainzer. Obwohl die Nutzung witterungsabhängig ist, ist die Minigolfanlage das ganze Jahr geöffnet. "Nur im Winter zwischen Mitte Dezember und Mitte Januar mache ich mal vier Wochen Urlaub", sagt der 50-Jährige. In den 48 übrigen Wochen im Jahr bietet der Platz Minigolf-Profis, Gelegenheits-Golfern und Ausflüglern Freizeitvergnügen. "Es ist ein ruhiger Sport. Man muss nicht unheimlich durchtrainiert sein, um Minigolf zu spielen. Es geht eher um Konzentration und Ehrgeiz", beschreibt Ralf Jestädt seine Vorliebe für den Bahnen-Sport. Mit zwei Schlägen pro Bahn, bis der kleine Gummiball im Loch versenkt ist, gehört der Hobby-Minigolfer schon zur gehobenen Klasse. Gerade auf der Bahn mit dem höchsten Schwierigkeitsgrad könne man sich ganz leicht verzetteln. Zwei bis drei Mal pro Woche trifft Ralf Jestädt sich mit seinen Freunden zum Abschlag und Lochen, "bei schönem Wetter auch manchmal jeden Tag". Sogar seine Hochzeit feierte er auf dem Platz. Und wenn es einmal regnet, bietet Hilmar Mainzer seinen Gästen in seiner Kneipe neben einem trockenen Unterstand auch Speisen und Getränke an.

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