Ja zu Trier-West
In zahlreichen Projekten in Trier-West hat Thomas Willinger ehrenamtlich mitgewirkt und damit seinen ganz persönlichen Beitrag zum besseren Wohnumfeld im Stadtteil geleistet. Sein Engagement sieht er längst noch nicht als beendet an.
Trier-West. Wer Thomas Willinger als jemanden charakterisiert, der seinen Stadtteil, in dem er geboren und aufgewachsen ist und immer gelebt hat, liebt, dann ist dies nicht einmal übertrieben. Aus seiner Zuneigung macht der überzeugte Trier-Wester denn auch überhaupt keinen Hehl. Nicht lange zu überlegen musste der 49-Jährige, als es um die freiwillige Mithilfe bei Projekten ging, die für die Bewohner eine Verbesserung des Wohnumfeldes zum Ziel hatten. Sich hier einzubringen, war selbstverständlich für ihn. Die Trägerschaft von etlichen sozialen Maßnahmen oblag der Caritas, bei der "Caritatäter" Thomas Willinger im Hauptberuf als Sozialhelfer in der Wohnungslosenhilfe tätig ist. Ein Projekt auf der ehrenamtlichen Schiene bildete der "Heidenborn" am Irrbach, wo in einer "Heidenarbeit" eine ziemlich heruntergekommene Quellfassung aufgemotzt und damit wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzt wurde. Bei der Maßnahme hatten acht Helfer des LOS-Programms (Soziale Stadt) mitgeholfen, will sich Thomas Willinger gar nicht mit fremden Federn schmücken: "Wir haben eigentlich viele Schätze in unserem Stadtteil, man muss sie nur sehen und erkennen." Die Quelle werde jetzt wieder stärker besucht, nachdem ein ziemlich zugewachsener Weg frei geschnitten wurde. Sogar Bewohner aus der Innenstadt kämen hierher zum Spazierengehen. Hilfe bekam das "Willinger-Team" von Weißhaus-Wald-Försterin Kerstin Bendix. Zum Schluss wurde eine Hinweistafel aufgestellt, "die wir uns regelrecht erbettelt haben", sagt Linde Anderson, die das eine oder andere Projekt begleitet hat. Besonderer Bezug zu den jüngsten Mitbürgern
Schon im Winter hatte Thomas Willinger erste Hand angelegt am sanierungsbedürftigen Außenspielplatz am Dechant-Engel-Haus für die "Krabbel-Kids.""Der ist nun so gut wie fertig und ich beobachtete schon viele kleine Nutzer", freut sich Willinger über den großen Zuspruch. Gerade zu Kindern im Stadtteil hat Willinger einen ganz besonderen Bezug. Dies dokumentiert sich allein schon dadurch, dass der allseits bekannte Mann liebevoll mit "Hallo Tom" angesprochen wird. Nur im Mittelalter-Verein (einem weiteren Hobby) hat Willinger einen anderen Namen, nämlich "Ritter Tom Wenz von Trier". Zumindest im Verein ist er der erste, der in den Ritterstand gehoben wurde und nicht den Umweg über Page und Knappe nehmen musste. Die Ideen, was wo noch gemacht werden könnte, gehen dem Trier-Wester, dem der Stadtteil "sehr am Herzen liegt", so schnell nicht aus. Aktuelles Vorhaben ist die Maria-Hilf-Kapelle, deren unmittelbares Umfeld von Wildwuchs befreit und "entmüllt" wird. Anschließend sollen neue Treppenstufen einen leichten Zugang ermöglichen. Erfreut zeigt sich Willinger darüber, dass auch in dieser LOS-Maßnahme Helfer aus dem Stadtteil mitarbeiten: "Eine Aufgabe wie diese verhilft den Leuten zu mehr Selbstwertgefühl", betont Willinger. Wenn dann jemand aus so einer Tätigkeit heraus schließlich eine Arbeitsstelle auf dem ersten Arbeitsmarkt findet, freut es ihn umso mehr.