Ja zum Sicherheitskonzept

Das 29. Trierer Altstadtfest war gewissermaßen eine Doppel-Premiere. Erstmals fungierte die Stadt als Veranstalter, und erstmals sollte ein Sicherheitskonzept ein scherben- und aggressionsfreies Feiern ermöglichen. Das Publikum fand's gut.

Trier. (rm.) "Phantastisch. Das habe ich noch nicht erlebt", jubelte Michael Wöffler (40) schon am Freitagabend: "Volle Stadt, gutes Programm, prächtige Stimmung und alles friedlich. Das Konzept geht auf."

Sandra Berweiler (34) aus Leiwen findet, dass es ohne Sicherheitskonzept gar nicht mehr geht: "Bei unseren Jungwinzer-Weinproben setzen wir seit Jahren Security-Kräfte ein. Eine gewisse Ordnung und Disziplin müssen auch beim Feiern sein. Es freut mich, dass das Altstadtfest gegenüber früher richtig angenehm ist."

Petra Kollmann (44) aus Kasel war "sehr angenehm überrascht": "Eben weil es immer nur Trubel und Massensauferei war, habe ich das Altstadtfest in den letzten Jahren gemieden. Diesmal bin ich wegen Stefanie Tücking und der SWR3-Band hier und staune, dass es offenbar auch ohne die üblichen Begleiterscheinungen geht."

Die haben sich nach Beobachtung von Birgitt Theisen (49) aus Trier aber nur verlagert: "Ich habe im Supermarkt in der Ostallee Hunderte Jugendliche gesehen, die sich mit Alkohol - auch Hochprozentigem - eindeckten. Mein Fußweg zum Hauptmarkt war gesäumt von saufenden Jugendlichen und leeren Flaschen. Einfach nur abstoßend und ekelhaft! Ich begrüße die Kontrollen am Altstadtfest ausdrücklich!"