Jägerkaserne wird neuer Standort für IT-Startup in Trier

Wirtschaft : Jägerkaserne wird Standort für IT-Startup-Zentrum

Der Digital Hub für Trier soll nun in Trier-West in der ehemaligen Jägerkaserne entstehen. Das Gründungstreffen im Mai soll das Projekt voranbringen.

Das englische Wort Hub bedeutet so viel wie Drehscheibe oder Netzknoten. Ein Digital Hub soll zentraler Ort und Anlaufstelle zum Thema Digitalisierung und Innovation für etablierte Unternehmen und Startups in einer Region sein und bietet Räume mit technischer Grundausstattung. Eine weitere Option sind Büro-Dienstleistungen. Inhaltlich und organisatorisch ist die Hochschule Trier stark an der Konzeption beteiligt.

Ein Digital Hub ist nach Aussage von Christiane Luxem, Leiterin der städtischen Wirtschaftsförderung, mehr als ein Gemeinschaftsbüro. Dort können neue digitale Lösungen, Produkte und Geschäftsmodelle oder Dienstleistungen entstehen. Digitale Entwickler arbeiten mit etablierten Unternehmen, aber auch mit Unterstützern aus der Forschung sowie Kapitalgebern zusammen.

Nachdem sich die Pläne für den Einzug in zwei Gebäude in der Straße Im Schießgraben zerschlagen haben, soll der Digital Hub nun in der ehemaligen Jägerkaserne in Trier-West seine Heimat finden, wo bereits das Bürgeramt der Stadt übergangsweise Quartier bezogen hatte. Das hat die Stadtverwaltung auf Anfrage des Trierischen Volksfreunds bestätigt. Im Schießgraben sollen für einige Jahre Angebote des Jugendkulturzentrums Exhaus untergebracht werden.

Dort soll unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsidentin Malu Dreyer am 16./17. Mai auch das zweite Trierer Startup Camp stattfinden. Die städtische Wirtschaftsförderung, die Universität Trier und die Hochschule Trier laden gemeinsam zu der kostenlosen Veranstaltung ein, bei der wegen der begrenzten Platzzahl eine Anmeldefrist bis Sonntag, 5. Mai, gilt.

2018 wurden beim ersten Trierer Startup-Camp bereits drei innovative Gründungsideen ausgezeichnet. Zu den Gewinnern gehörte Regiocart. Das Startup um Gründer Michael Steffen, Mai Katharina Nguyen und Yannik van Breen baute eine webbasierte Vermittlungsplattform mit neuartigem Logistikkonzept für den Markt lokal produzierter Lebensmittel auf und konnten mit Hilfe der Impulse aus dem Camp 2018 seine Idee voranbringen.

Die Veranstaltung am 16./17. Mai ist für alle Gründungsinteressierten offen, unabhängig von ihrem Konzept, der Branche, der Fachrichtung und dem Bildungshintergrund. Im Vordergrund steht die Unterstützung der Teilnehmer durch Ansprechpartner aus der Wirtschaft und Wissenschaft bei der Erstellung und Umsetzung eines tragfähigen Geschäftsmodells.

Alexandra Moritz, Geschäftsführerin der Forschungsstelle Mittelstand, an der Uni, erläutert des Konzept: „Die Teilnehmer verbindet das Interesse und der Spaß an der Unternehmensgründung. Gründungsinteressierte finden sich in Teams zusammen und arbeiten gemeinsam an einer Idee. Im optimalen Fall finden sich sogar Teams, die das erarbeitete Konzept danach gemeinsam umsetzen.“

Gleichzeitig bietet das Startup Camp die Möglichkeit des Netzwerk- und Wissensaustauschs zwischen den unterschiedlichen Teilnehmern, Mentoren und etablierten Unternehmern der Region. Das Rahmenprogramm bilden Impulsvorträge, eine individuelle Betreuung sowie eine Präsentation der Konzepte vor potenziellen Investoren. Höhepunkt und Abschluss der Veranstaltung ist die Präsentation der ausgearbeiteten Ideen am Freitagabend vor einer Jury. Diese prämiert gemeinsam mit Ministerpräsidentin Dreyer die besten Konzepte, die eine erfolgreiche Gründung erleichtern können, mit attraktiven Preisen.

Eine gemeinsame Abendveranstaltung, bei der sich die Teilnehmer der Veranstaltung mit Unternehmern und Experten über deren Erfahrungen austauschen sowie über die Gründungsszene in Trier informieren und Netzwerke aufbauen können, rundet das Event ab.

Weitere Informationen zu den Teilnahmebedingungen und dem Programm im Internet. www.startupcamp-trier.de

Mehr von Volksfreund