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Jagdverband vergibt Ehrenpreis für Projekt Wildkatzensprung

Jagdverband vergibt Ehrenpreis für Projekt Wildkatzensprung

Das Engagement von Jägern, Naturschützern und Förstern im BUND- Projekt Wildkatzensprung ist vom Landesjagdverband Rheinland-Pfalz mit dem Ehrenpreis 2016 für Natur- und Umweltschutz ausgezeichnet worden.

Trier/Worms. Im Herbst 2012 startete im Meulenwald bei Trier das BUND-Naturschutzkooperationsprojekt Wildkatzensprung. In dessen Mittelpunkt stand die Erhebung von Daten zum Vorkommen der Wildkatze und ihrer genetischen Vielfalt in Rheinland-Pfalz. Das Projekt ist Teil des bundesweiten Programms "Biologische Vielfalt" des Bundesamtes für Naturschutz und hat bei der Jahreshauptversammlung des Landesjagdverbands in Worms den Ehrenpreis für Natur- und Umweltschutz bekommen.
Um im 225 Quadratkilometer großen Projektgebiet besonders effizient Daten zur Wildkatze zu sammeln, hat sich eine bisher einmalige Allianz aus 25 Jägern, Naturschützern und Förstern kreisübergreifend gebildet. Im Lauf des Projekts seien seit 2012 bei insgesamt 1480 Kontrollen an sogenannten Lockstöcken 417 Proben genommen und 339 sichere Wildkatzennachweise erfasst worden.
Diese 339 Nachweise seien 69 verschiedenen Wildkatzenindividuen zugeordnet worden. Mit Hilfe von Statistikprogrammen sei so errechnet worden, dass im Bereich Meulenwald-Eifel vermutlich insgesamt 94 Wildkatzen lebten.
Im Projekt wirkten unter anderem die Landesjagdverband-Kreisgruppen Trier-Saarburg, Bernkastel-Wittlich und Bitburg-Prüm mit ihren Hegeringen zusammen. Die Koordination lag bei Markus Bauer vom Forstamt Trier. red