James Bond erklärt Leerverkäufe

Wie ist die weltweite Wirtschaftskrise eigentlich entstanden? Diese Frage hat im Mittelpunkt des Projektes "Wir haben 'ne Krise" gestanden, das das Wirtschaftsgymnasium der BBS Wirtschaft Trier veranstaltet hat.

Trier. (red) Schüler der Berufsbildenden Schule (BBS) Trier haben sich auf etwas andere Art dem Thema Finanzkrise genähert. Sie suchten im James Bond-Film "Casino Royale" nach Parallelen zum "Casino Weltwirtschaft". Bis zum Ende des Jahres soll das Projekt "Wir haben 'ne Krise" an 30 deutschen Schulen stattgefunden haben. Initiiert wurde das Projekt, das von der Europäischen Akademie Berlin ausgerichtet wird, von der Bundesregierung, gemeinsam mit der EU-Kommission und dem EU-Parlament.

Die Dozenten Prof. Eckart Stratenschulte und Dr. Weronika Priesmeyer-Tkocz nutzen den Action-Streifen, um etwa das Phänomen der sogenannten Leerverkäufe zu erläutern. Darüber hinaus diskutierten sie mit den Schülern und Lehrern Carmen Gebhard, Stefan Grathoff und Patrick Grewis über Fachbegriffe wie Derivate, CDS und Ratingagenturen.

Besonders neugierig wurden alle, als die Dozenten ankündigten, Geld zu verteilen. Außer Geld gab es aber auch Schuldscheine für die Gymnasiasten, mit denen verschiedene Aspekte der Krise veranschaulicht wurden.

Neben den Ursachen für die Krise wurden aber auch neue Herausforderungen und Lösungsmöglichkeiten für betroffene Länder besprochen. "Obwohl es anstrengend ist, den ganzen Tag an einem Thema zu arbeiten, sind die Schüler aufmerksam und engagiert. Sie sind sehr daran interessiert, alles zu verstehen", sagt Patrick Grewis. "Der Projekttag dürfte die meisten Unklarheiten beseitigt haben", hofft Carmen Gebhard. Stefan Grathoff meint: "Die Krise wird aber auch im Unterricht noch einmal thematisiert. Sie beeinflusst schließlich alle Lebensbereiche und es ist wichtig, darüber Bescheid zu wissen." Eine Auswertung des Projekttages durch die Initiatoren und Mitwirkenden wird es ebenfalls geben.