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Jan Rolph von Heidweiler schreibt Krimi über Trier

Literatur : Mord im Palastgarten

Der in Holzerath lebende Spielmann und Volkssänger Jan Rolph von Heidweiler hat sein erstes Buch geschrieben: einen Krimi mit Zugabe.

So kennt man ihn: Durch Menschenmengen schlendernd, die Laute in der Hand, Lieder längst vergangener Tage singend. Doch in Jan Rolph von Heidweiler (66) schlummern noch mehr Talente. „Nachdem wir den Film ‚Drei Mörder’ gedreht hatten, hatte ich den Wunsch, ein Buch zu schreiben“, sagt er auf der Terrasse seines Hauses in Holzerath in der Verbandsgemeinde Ruwer. Hündin Lilli Marleen liegt ihm zu Füßen und wahrscheinlich bald auch – im übertragenen Sinn – Krimileser. Denn stolz hält der Autor sein Erstlingswerk „Mord im Palastgarten“ in den Händen.

Zum Buch: Die Idylle der alten Römerstadt Trier wird von brutalen Morden an Obdachlosen überschattet. Hauptkommissar Freddy von Greifenklau und sein Team ermitteln. Der Autor lädt Krimifans, und die es noch werden wollen, ein: „Begleiten Sie die Ermittler, die im Gartenfeld einen ersten Verdächtigen verfolgen, bei ihrer spannenden Arbeit durch Trier.“ Und er verspricht ein Wiedersehen mit bekannten und weniger bekannten Trierer Persönlichkeiten. Etwa mit Röschen oder Fischers Mattes, um nur zwei zu nennen. Auch Fotos (Fotograf Felix Keilen) sind zu sehen und am Ende gibt es gar eine Zugabe: den Kurzkrimi „Tod im Meulenwald“.

Der Autor Jan Rolph von Heidweiler ist ein waschechter Trierer, ein  bekannter Spielmann und Volkssänger. Seit 17 Jahren ist er mit Helene von Holzerode verlobt, gemeinsam wohnen sie in Holzerath, singen und musizieren zusammen auf Handwerkermärkten, Stadtfesten, Betriebsfeiern, Vernissagen, um nur einige der Feste zu nennen, die beide mit alten Liedern längst vergangener Tage bereichern. Ihren letzten Auftritt hatten sie am 14. März dieses Jahres während eines Rittermahls. Bis in den Herbst hinein werden sie Corona-bedingt live, durch die Menge streifend, nicht mehr zu sehen und zu hören sein. Hoffnung gibt in dieser Zeit, in der Künstler um ihre Existenz bangen, der Blick in den Terminkalender 2021. „Er ist schon proppenvoll“, sagt von Heidweiler. Er betont, das Buchprojekt sei nicht entstanden, weil er seit Monaten nicht durch Deutschland reist und auftritt, sondern er habe die ersten Passagen seines Krimis bereits 2019 geschrieben – und sich einen Traum erfüllt.  

Leseprobe „Du kannst dir denken, weshalb wir hier sind. Schließlich wurden schon drei aus eurer Mitte ermordet.“… Da meldete sich Spinnenbein, der hinter der Bank kauerte und der den beiden Kommissaren bislang nicht aufgefallen war. „Die Bullen sollen abhauen, wir wollen nix von denen, das bringt nur Ärger.“ „Ach, halt die Klappe Spinnenbein, Freddy ist in Ordnung.“… Sie gingen an der Steipe, dem mittelalterlichen Fest- und Empfangsgebäude der Trierer Bürgerschaft, entlang und bogen schräg rechts in die Fleischstraße ein. Wo jetzt ein Telefonladen war, hatte es früher die Gaststätte „Zum schwarzen Ochsen“ und die Gaststätte „Stern“ gegeben.  

Wie sieht der Autor sein Buch?

Jan Rolph von Heidweiler hat folgende Sätze für uns vervollständigt: Ich habe dieses Buch geschrieben, weil ...es mein Wunsch war, ein Buch zu schreiben, das in Trier spielt, als Trierer für Trierer zu schreiben.

Das Besondere daran ist ..., dass es durch die Stadt führt, also auch ideal ist für Touristen, und sich manche Anekdote und Trierer Persönlichkeit darin wiederfindet.

Auf jeden Fall lesen sollten es... Trierer und Touristen.

Das Buch ist im Stefan Moll Verlag erschienen und ist im Buchhandel für 11 Euro erhältlich. Wer ein sig­niertes Exem­plar haben möchte, kann sich direkt an den Autor wenden unter der E-Mail-Adresse jan-rolph@von-heidweiler-musik.de oder unter Telefon 0170/2967091. Jan Rolph von Heidweiler schickt das Buch dann persönlich für 13,50 Euro inklusive Versandkosten zu.