Jede Stimme zählt

TRIER-FILSCH. Endspurt: Beim Kreisparteitag der FDP Trier-Stadt standen die Wahlen von Delegierten für die kommenden Bezirks- und Landesparteitage, beide kurz vor der Landtagswahl, im Vordergrund. Angesprochen wurden auch die Themen in der Stadtpolitik.

Der Standort hätte nicht besser gewählt sein können: "Hier in Filsch sind wir mit 40 Prozent Stimmenanteil quasi Volkspartei", scherzt Ortsvorsteher Karl-Josef Gilles - was ihm seitens seiner Parteifreunde einen Applaus beschert. Bekanntlich ist der Historiker der einzige FDP-Vertreter unter den Trierern Ortsvorstehern. Auf dem ordentlichen Kreisparteitag der FDP Trier-Stadt ist die Stimmung unter den 20 Anwesenden gelöst, die Versammlung in der Gaststätte Filscher Häuschen von Plauderei geprägt. Zu Gast ist Thomas Auler, stellvertretender Vorsitzender des Bezirksverbandes Eifel-Hunsrück. Anträge werden nicht gestellt, im Vordergrund stehen die Delegiertenwahlen für die kommenden Bezirks- und Landesparteitage. Die Kreisvorsitzende und Stadträtin Stefanie Lejeune zeigt sich mit der Entwicklung des Ortsverbandes zufrieden. "Die Bilanzen sind solide, die Mitgliederzahl steigt", sagt sie zum Abschlussbericht des vergangenen Jahres. Den letzten Parteitag der hiesigen FDP vor der Landtagswahl nutzt Lejeune, um einen Überblick über die kommenden Themen der Stadtpolitik zu geben. Stichworte sind Südbad-Sanierung, Konstantin-Ausstellung, Handwerkerpark und Trierer Hafen, zudem die bauliche Situation der Schulen. Sie erinnert aber auch an den "leeren Stadtsäckel", es müsse daher überlegt werden, in welche Projekte die Stadt investiere. "Der finanzielle Spielraum, den wir nach Abzug der Pflichtkosten zur Gestaltung haben, ist sehr sehr eng", ergänzt Thomas Egger, FDP-Fraktionschef im Stadtrat. Zunächst aber steht der Wahlkampf im Vordergrund. "Es ist noch nicht alles gewonnen und in trockenen Tüchern", sagt Lejeune, die vor einem "sich zurücklehnen" warnt. Sie ruft die Mitglieder auf, um jede Stimme zu kämpfen, und um Teilnahme an der Wahl zu werben. "Schade, das wir doch nicht in der Regierungsfraktion stehen", sagt Lejeune, eine "Ampel-Koalition" habe sie aber für bedenklich gehalten. Wie der Wähler letztlich entscheiden wird, bleibt natürlich Spekulation. "Zehn plusminus ein Prozent", glaubt ein Mitglied. "Es wird schwierig werden", ist er sich sicher. Den Trierer Verband werden Lejeune, Egger und Helge Schoenewolf beim kommenden Landesparteitag der rheinland-pfälzischen FDP am 15.März in Mainz vertreten. Zuvor findet am 4. März in Trier der Parteitag des Bezirksverbandes Eifel-Hunsrück statt (Ramada-Hotel, 14 Uhr). Hier werden zusätzlich zu den drei Genannten auch Paul Becker, Christoph Pitsch und Silke Reinert den Ortsverband vertreten.

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