Jeder entscheide

Zirkusse begeistern, besonders die großen ihrer Zunft. Auch viele Erwachsene tauchen in den Vorstellungen für zwei oder drei Stunden in eine bunte Kinder- und Traumwelt ein. Doch sind besonders die Tierdressuren seit einigen Jahren stark ins Gerede gekommen.

Immer wieder ist von unsachgemäßer Tierhaltung oder gar Tierquälerei die Rede. Die "guten" Zirkusse müssen mit den Vorurteilen leben, die ihnen die "bösen" Mitbewerber einbrocken. Ohne Probleme sind nur jene, die ganz auf das Mitwirken von Tieren verzichten. Ein durchaus interessante und auch erfolgreiche Alternative. Der Circus Barelli setzt aus Tradition auf Pferde, Tiger und andere Vierbeiner. Mit Vorwürfen konfrontiert, verweist er nicht zu Unrecht auf das eingestellte Verfahren der Staatsanwaltschaft in Bremen. Und so müssen die Besucher selbst entscheiden, ob sie das Eintrittsticket zu einer sicherlich kurzweiligen Schau lösen wollen. Denn in einem haben die Tierschützer sicher Recht: Tiger können in einem Zirkus niemals wirklich artgerecht untergebracht sein, auch wenn alle Auflagen erfüllt werden. Wen das stört, muss allerdings auch den nächsten Besuch im Zoo auf den Prüfstand stellen.r.neubert@volksfreund

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