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Jeder kann das Gesicht der Welt verändern

Jeder kann das Gesicht der Welt verändern

Von Mai bis Oktober hatten mehr als 100 Kinder im Rahmen verschiedener Veranstaltungen die Möglichkeit, spielerisch etwas über den Umgang mit der Natur und vorhandene Ressourcen zu lernen. Nun bekamen sie für ihre Teilnahme sogenannte Zukunftsdiplome ausgehändigt.

Trier. Fast alle Sitzgelegenheiten im Hörsaal 11-12 auf dem Campus II sind besetzt -nicht mit Studenten, sondern mit Kindern und Eltern, die an diesem Tag die Zukunftsdiplome überreicht bekommen. Zugleich sind sie Teil eines Theaterstücks, das dort stattfindet, wo normalerweise Professoren vor Studenten Vorlesungen halten.
In einem interaktiven Theaterstück zeigt Schauspieler Jan Krüger zusammen mit Sandra Rouhi vom TriKi-Büro anschaulich, wie es in der Welt aussehen könnte, bauten die Reichen keine Mauern aus Angst, Misstrauen und Hartherzigkeit. Wäre es nicht besser, einen ganzen Kuchen gerecht zu teilen, anstatt nur ein einziges Stück abzugeben? Für die Kinder im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren liegt die Lösung auf der Hand. "Viele kleine Leute, die an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern", singen alle am Ende, und die Mauern werden gemeinsam abgebaut.
Im Anschluss erhalten die Kinder ihre Diplome. Mehr als 60 Institutionen hatten mit insgesamt 105 Angeboten seit Mai ein Veranstaltungssortiment für Kinder bereitgestellt, in denen diese spielerisch Wissenswertes über Natur, Umwelt, Menschlichkeit und Nachhaltigkeit lernen konnten.
Die achtjährige Lea hat an sieben Veranstaltungen teilgenommen, und ihre Mutter sagt: "Das kann man einfach nur empfehlen. Lea hat viel davon erzählt, und man hat auch gemerkt, dass sich im Denken bei ihr was verändert hat." Vater Uwe Müller ergänzt: "Eine ganze Clique aus Trierweiler hat mitgemacht, und Lea war von Anfang an total begeistert." Die Tochter von Marie Simon aus Trier hat an verschiedenen Wanderungen teilgenommen und war im Besucherbergwerk sowie bei einem Seminar über Steine. Marie Simon ist vom Zukunftsprojekt überzeugt: "Es ist auch von der Organisation her sehr gut gelaufen."
Unterstützt wird das Projekt der Lokalen Agenda 21 Trier, das seit 2004 veranstaltet wird, von der Nikolaus-Koch-Stiftung, der Stadt Trier, der Stadt-Jugendpflege, dem Evangelischen Kirchenkreis Trier sowie dem Landkreis Trier-Saarburg und der Universität Trier (Schlussveranstaltung).