Jetzt reicht es wirklich

Wer noch einen letzten Grund gesucht hat, sein Auto zu verkaufen oder zu verschrotten, in Zukunft nur noch Bus oder Rad zu fahren und sämtliche Institutionen, die für Straßenbau und Absperrungen verantwortlich sind, nachdrücklich zu verwünschen, der wurde gestern gut bedient.

Nach dem unglaublichen Stau-Stress der letzten Tage durch die Bauarbeiten am Pacelliufer und in der Kaiserstraße legte die Stadt am Wochenende die Auffahrt zur Adenauer-Brücke lahm - völlig ohne Not und, was ebenso schlimm ist, ohne jede Vorwarnung. Offenbar hat Trier noch nicht genug Verkehrs-Probleme, man muss noch künstlich neue schaffen. Nach dem Zorn kam die Verwunderung. Warum war die Auffahrt gesperrt? Warum hat man die rechte Fahrspur stadtauswärts für die Abbieger nicht bis zur Brücke offen gelassen? Fragen, auf die man im Stau, noch dazu an einem Sonntag, kaum eine zufrieden stellende Antwort bekommen dürfte. Doch eine Antwort ist notwendig, und sie sollte besser nachvollziehbar sein. Sonst wird der Frust der Autofahrer irgendwann so groß, dass er 2007 negative Auswirkungen auf die Besucherzahlen der Konstantin-Ausstellung hat, für deren reibungslosen Ablauf die Stau-intensiven Baustellen vorgezogen wurden. j.pistorius@volksfreund.de