Jetzt strahlt er wieder

Verklebt, vermalt, versifft: Alles andere als eine Zierde für die Altstadt war der Pranger in der Grabenstraße. Seit gestern Morgen strahlt er wieder. Handwerker runderneuerten ihn im Auftrag des Denkmalamts.

Trier. (rm.) Wo im Mittelalter Diebe und andere Missetäter öffentlich zur Schau gestellt wurden, lassen sich heutzutage gerne Touristen und Einheimische für ein kleines Päuschen nieder. Der Pranger in der Grabenstraße bietet eine der wenigen kostenlosen Sitzgelegenheiten im Herzen der Altstadt. Zuletzt machte das Sitzen auf dem Sandstein-Sockel aber nicht mehr viel Freude. Allzu verunstaltet mit Aufklebern und (Graffiti-)Schmierereien präsentierte sich die neuzeitliche Kopie des Schandmals. Bis gestern. Da rückten in aller Frühe Mitarbeiter einer Malerfirma im Auftrag des städtischen Denkmalpflegeamts an und verpassten dem Pranger eine ansehnliche Runderneuerung.

Jetzt macht das Päuschen dort wieder Spaß. Und Freunden ansehnlicher Motive auch das Fotografieren.