Jigs & Reels endlich auch für Trier

Trier · Was es in großen (Uni-) Städten wie Berlin und Frankfurt schon lange gibt, soll nun auch seinen Platz im Trierer Veranstaltungsangebot finden. Am Mittwoch, 4. November, geht in Irish Pub am Nikolaus-Koch-Platz erstmals eine Session mit traditioneller irischer Folkmusik über die Bühne - geleitet von den Geschwistern Coleen und Sean Wegmann.

 Coleen Wegmann leitet mit ihrem Bruder Sean die Traditional Irish Folk Sessions im Irish Pub. Start ist am 4. November. TV-Foto: Roland Morgen

Coleen Wegmann leitet mit ihrem Bruder Sean die Traditional Irish Folk Sessions im Irish Pub. Start ist am 4. November. TV-Foto: Roland Morgen

Foto: roland morgen (rm.) ("TV-Upload morgen"

Trier. Coleen (18) und ihr Bruder Sean Wegmann (20) haben irischesBlut in ihren Adern - und irische Musik im Blut. Ihre Mutter ist die aus der Nähe von Dublin stammende Sängerin Eileen Hogan, Namensgeberin des gleichnamigen und überregional erfolgreichen Familienclans. Ihre Wahlheimat Trier finden sie toll - bis auf ein klitzekleines Manko: "In Pubs in Irland gehören Sessions mit traditioneller irischer Musik zum guten Ton, auch in Pubs in deutschen Städten sind diese Formen des spontanen Zusammenspiels sehr beliebt - bei Publikum und bei Musikern", weiß Sean Wegmann. "Und deshalb wollen wir probieren, ob das auch in Trier funktioniert", ergänzt seine Schwester Coleen.
Bei Robert Russell, dem Manager des Irish Pub am Nikolaus-Koch-Platz, sind sie offene Türen eingelaufen: "Super Idee! Immer wieder fragen Gäste, ob wir so etwas nicht auch anbieten könnten."
So steigt übermorgen, Mittwoch, die erste Traditional Irish Folk Session in dem irischen Lokal, das früher Krokodil hieß.
Die Betonung liegt auf traditionell, dann das macht den Unterschied zu den berühmt-berüchtigten Rock- oder Jazz-Sessions, in denen die Musiker über mehr oder weniger festgelegte Themen frei improvisieren.
Instrumente mitbringen!


Markenzeichen einer irischen Folk-Session (gälisch: seissiún) sind festgelegte Abläufe, wie die "Tunes" (Melodien) gespielt werden. Lediglich die jeweilige Instrumentierung ist abhängig von den anwesenden Musikern, die - auch das ist wichtig - ihre eigene Geige, Flöte, Mandoline, Gitarre oder Akkordeon, Banjo und Bodhrán (Rahmentrommel) mitbringen. Und möglichst Notenkenntnisse.
Coleen und Sean Wegmann, beide Multiinstrumentalisten, übernehmen die Leitung der Sessions, auf der von Jigs und Reels über Hornpipes über Polkas bis hin zu Slides die ganze Bandbreite der Folkmusik von der Grünen Insel gespielt werden soll.
Angesprochen sind nicht nur Musiker und Sänger (die gerne auch unbegleitet ein Stück zum Besten geben können), sondern jeder andere mit Irland-Faible. "Erfahrungsgemäß hat auch das Publikum seinen Spaß. Es kann getanzt werden, und wenn jemand nur zuschauen oder zuhören möchte: bitteschön!", sagt Eileen Hogan, die samt Ehemann Conny Wegmann mit dabei ist. "Je nach Lage" wollen die Eltern auch aktiv mitmischen, "Aber wir werden uns nicht aufdrängen. Der Abend gehört den Kids und den Musikern, die sich jetzt für ihre Idee begeistern."
Traditional Irish Folk Sessions: ab 4. November an jedem ersten und dritten Mittwoch im Irish Pub (Nikolaus-Koch-Platz/Böhmerstraße). Beginn 20.30 Uhr. Mehr Infos <%LINK auto="true" href="http://www.facebook.com/eileenhoganclan" class="more" text="www.facebook.com/eileenhoganclan"%>

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