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Johannes Hill (54): Autofasten

Johannes Hill (54): Autofasten

Ich wollte schon immer mal am Autofasten teilnehmen. Das Problem nur: Ich hatte noch nie ein Auto.

Ich fahre im Jahr zwischen drei- und fünftausend Kilometer mit dem Fahrrad - das ist mein Arbeitsweg. Freizeitlich fahre ich noch mehr. Heute Morgen bin ich in einer Unterführung im Hochwasser steckengeblieben - bis zu den Knien habe ich dringestanden. Als Fahrradfahrer erlebt man noch Abenteuer. Obwohl es meistens sehr gemütlich ist. Und schnell dazu: In der Innenstadt bin ich schneller als mit dem Auto.
Beim Autofasten mache ich jetzt mit, weil ich gefragt wurde. Für mich ändert sich dabei gar nichts. Ich habe eine Jahreskarte für den Bus und höchstens zur Reise in den Urlaub nehme ich für mich und meine Familie mal einen Leihwagen.
Dabei sparen wir sogar noch sehr viel Geld: Keine Steuern für ein Auto, keine Reparaturen, wenn man zum Beispiel mal einen kleinen Kratzer hat, und so weiter. Bei uns hieß es damals: ein Kachelofen oder ein Auto. Wir haben den Ofen jetzt schon 20 Jahre. Ein Auto wäre da schon längst verschrottet. lub