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Josef Marx schreibt in seiner Plattkolumne über Gold ist Gold

Trierisch Balaawern : Gold ist Gold

Was ist zurzeit wieder gefragt? Das edelste Metall: Gold. Es heißt auch im Trierischen Gold. An diesem Wort lässt sich schwerlich etwas verändern. Es ist ebenso beständig wie das Metall.

Man findet Gold in Wortverbindungen wie goldegeel, goldgelb oder Goldheewerling für Rosenkäfer, der wegen seines metallischen Glanzes so genannt wird. Ein anderes Tier wird auch vereinnahmt. E Goldfüksi, eine ehemalige Goldmünze. Ett waor ömmer gud, paor Goldfüksjer ömm Saag ze haonn. Oder auch paor Göllen, also goldene Münzen wie Gulden.

Göllen bedeutet im Trierischen auch golden oder vergoldet. En göllen Auer, eine goldene Uhr oder en göllen Gaowel, eine vergoldete Gabel.

Geld kommt von gelten, was gilt! In Trier hat göllen als Verb die Bedeutung von „gelten“.

Watt göllt ett? Was gilt es? Hier tritt die Verbindung deutlich hervor.

Erinnern wir uns wieder an das Gold. Watt öss datt fir e goldisch Könnd! Was ist das für ein liebenswertes Kind! Jedoch: Dau kömms mer graoden goldisch. Der ironische Unterton ist nicht zu überhören. Du mutest mir einiges zu! Nichts von goldig.

Ein Hinweis darf zum Ende nicht fehlen, dä Goldschmidds Jong. Hän dängkt wie Goldschmidds Jong. Er denkt, dass alle ihn ........hinten herum heben können, also wie Götz von Berlichingen. Mag sein. Dann sei es so. Nur, dann bekommt er e golden Neistschi. Ewen neist. Also gar nichts!

Josef Marx

Josef Marx ist Autor des Trierer Wörterbuches, das im Trier-Verlag erschienen und im Buchhandel erhältlich ist. Gemeinsam mit Horst Schmitt hat er über 12 000 Stichworte Trierisch-Hochdeutsch und Hochdeutsch-Trierisch zusammengetragen.