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Jugend- und Sozialsparpaket heute im Ausschuss

Jugend- und Sozialsparpaket heute im Ausschuss

Die freien Träger der Jugend- und Sozialhilfe haben der Stadtverwaltung mitgeteilt, dass sie eine fünfprozentige Kürzung ihrer städtischen Zuschüsse "notgedrungen" akzeptieren. Der Jugendhilfeausschuss diskutiert morgen Abend über die einzelnen Kürzungen.

Trier. Die Stadt hatte alle freien Träger der Jugend- und Sozialarbeit aufgefordert, eine Liste möglicher Einsparungen auszufüllen. Die Einrichtungen sollen so die Folgen der vom Stadtrat beschlossenen Kürzung (der TV berichtete mehrmals) aufzeigen - wenn fünf oder sogar 15 Prozent weniger Zuschüsse fließen. Doch diese Methode haben die Träger abgelehnt. In einer Mitteilung an die Verwaltung erklären sie ihre Solidarität untereinander und nehmen die Fünf-Prozent-Kürzungen "notgedrungen" an.
Der Jugendhilfeausschuss wird morgen Abend über eine Liste mit einzelnen Kürzungen entscheiden. Die Summe aller Streichungen beträgt 168 000 Euro. Sie setzt sich zusammen aus den Bereichen Gesundheit und Senioren (minus 11 000 Euro), Stadtteilarbeit und Quartiersmanagement (24 000 Euro), Jugendarbeit und Förderung von Jugendeinrichtungen (58 000 Euro), Jugendsozialarbeit, Jugendberufshilfe und Jugendschutz (40 000 Euro), Familien (1700 Euro) und Beratungsdienste (33 000 Euro).
Viele Einzelprojekte sind von besonders hohen Kürzungen betroffen, die im vier- und fünfstelligen Bereich liegen. Dazu gehören Einrichtungen wie das Haus der Gesundheit, das Bürgerhaus Trier-Nord, der Treffpunkt am Weidengraben, das Exhaus, die Mobile Spielaktion, die Jugendzentren Mergener Hof und Ehrang-Quint, das Jugendwerk Don Bosco, die AG Starthilfe und die Familienberatungsstelle Trier-Nord.
Der Stadtrat hatte das von der Kommunalaufsicht geforderte Sparpaket von 1,9 Millionen Euro Ende Juni beschlossen. Dazu gehört auch die heftig umstrittene fünfprozentige Kürzung der städtischen Zuschüsse für die freien Träger der Jugend- und Sozialarbeit. jp