Jugendhaus als Sinnbild einer Ära

Eine Ära endet im kommenden Jahr in Korlingen: Ortsbürgermeister Kurt Koppka will bei den Kommunalwahlen im Juni nicht mehr für das Amt kandidieren. Doch wenn er abtritt, wird er in seinem Ort bleibende Spuren hinterlassen haben.

Eines der Projekte von Kurt Koppka: Das neue Jugendhaus in Korlingen. TV-Foto: Archiv/Friedhelm Knopp

Korlingen. (f.k.) "Zehn Jahre sind genug, im Juni 2009 werde ich mich verabschieden, sagt Kurt Kloppka. 16 Jahre, bis 2005, stand er zudem der Freien Wählergruppe vor. Koppka hat in seiner Amtszeit einiges an Korlingens Strukturen verändert - auch wenn er damit nicht immer die Zustimmung aller fand.

Bei einigen Einwohnern nicht unumstritten war der Umbau des alten Feuerwehgerätehauses zu einem Jugendhaus. Einige Nachbarn fürchteten Lärm und Ungemach. Doch im Mai 2005 war das Werk vollendet und wurde eingeweiht. Rund 181 000 Euro hatte der Umbau gekostet. Rund 65 Prozent davon wurden über das Dorferneuerungsprogramm des Landes finanziert und 20 Prozent aus Kreiszuwendungen. Den Rest erbrachte die Ortsgemeinde durch Eigenleistungen und eine Kreditaufnahme. Inzwischen gilt das betreute Jugendhaus als "eingespielter Betrieb" mit Pilot-Charakter in der Verbandsgemeinde Ruwer.

Aus dem "Salzplatz" wurde ein Treffpunkt



Unübersehbar am Ortsrand, dort wo die K 12 von Waldrach her in die K 57 mündet, fällt ein weiteres Projekt aus Koppkas Amtszeit auf: der neue Begegnungsplatz vor dem Feuerwehr- und Gemeindehaus. In Korlingen heißt das Areal immer noch "Salzplatz", weil es über viele Jahre hinweg von der Straßenmeisterei zur Streusalzlagerung genutzt wurde. Später lag der Platz brach, bis sich die Gemeinde seiner annahm und ihn grundlegend umgestaltete. Nun bietet die Fläche Raum zum Parken bei größeren Veranstaltungen im Bürgerhaus, und das Martinsfeuer am 11. November kann dort abgebrannt werden. Gestaltet wurde der im Juni eingeweihte Platz zudem mit Bäumen, einem Bouleplatz und Sitzgelegenheiten, beigesteuert von der FWG. Finanziert wurde der Platzumbau mit rund 50 000 Euro aus Landeszuschüssen, 20 000 Euro an Eigenleistungen von Spendern und Bürgern sowie rund 60 000 Euro aus Gemeindemitteln.

Große Projekte will Kurt Koppka in seiner restlichen Amtzeit nicht mehr in Angriff nehmen. Allerdings sei angedacht, sich im Gemeinderat noch mit dem Thema "Bauland-Erschließung" zu befassen. Dazu müsse man aber die Erfolgsaussichten eines solchen Projekts ausloten.