Jugendparlament diskutiert über Mindestalter für Vorstandsposten

Jugendparlament diskutiert über Mindestalter für Vorstandsposten

Bei seiner dritten Sitzung hat das Trierer Jugendparlament unter anderem über eine Änderung seiner Geschäftsordnung diskutiert. Dabei sollen leitende Posten für ältere Mitglieder reserviert werden. Abgestimmt wurde über die Erstellung und den Druck eines Kochbuchs als Ergebnis des Projektes "Gemeinsames Kochen um die Welt".

Trier. Das Trierer Jugendparlament (Jupa) hat sich zum dritten Mal nach seiner Wahl im November 2015 zur öffentlichen Sitzung getroffen. Dabei debattierten die Mitglieder über eine Änderung der Geschäftsordnung. Der Vorschlag der Jupa-Vorsitzenden sieht zwei Punkte vor: So sollen Kosten für Termine auf unkomplizierterem Wege aus dem Budget-Topf erstattet werden. Zudem sollen leitende Posten nur von älteren Parlamentariern übernommen werden.Gewählt wurde das Jupa in zwei Altersgruppen. Jeweils die Hälfte der Sitze wird mit Jugendlichen zwischen 10 und 13 Jahren und zwischen 14 und 17 Jahren besetzt. Nach Vorschlag der Vorsitzenden sollen nun alle Posten in der Arbeitsgemeinschaft (AG) Öffentlichkeitsarbeit und die Positionen des Jupa-Vorsitzenden und dessen Stellvertreters für Mitglieder der älteren Altersgruppe reserviert sein. Begründet wird die Änderung damit, dass es für junge Parlamentarier schwer sei, sämtliche Unterlagen zu durchblicken. Zudem gelte für Facebook die Einschränkung, dass nur Kinder ab 13 Jahren ein Konto führen dürfen.Jupa-Mitglied Anna Wehrtmann kritisierte den Vorschlag. Er verallgemeinere die Fähigkeiten der jungen Parlamentarier. Besser sei es, gemischte Gruppen zu bilden, damit voneinander gelernt werden könne. Auch Justine Laus aus der jüngeren Altersgruppe unterstützte Wehrtmann. Sie komme gut mit den Abläufen klar. Der Antrag wurde vertagt und soll in den AGs weiter diskutiert werden.Ioana Nescovici berichtete vom Kochworkshop "Gemeinsames Kochen um die Welt". Diesen hatte das Jupa zusammen mit dem Exhaus und der Volkshochschule auf die Beine gestellt. Mit Flüchtlingen wurden an drei Terminen deutsche und arabische Gerichte gekocht. "Die Anzahl an Flüchtlingen hat sich im Laufe des Workshops vervielfacht. Das Projekt hat sich gelohnt", so Nescovici. Ziel des Projektes sei es gewesen, Kontakte mit Flüchtlingen herzustellen und deren Kultur kennenzulernen.Das Jupa beschloss einstimmig, ein Kochbuch mit den Ergebnissen des Workshops zu erstellen. Geplant ist eine Auflage von 250 Stück. Um die Druckkosten von 600 Euro größtenteils wieder zu erwirtschaften, soll das Buch für zwei Euro verkauft werden. Debattiert wurde zudem über die Fahrtickets für Oberstufenschüler. Momentan müssen die Eltern diese selbst bezahlen. Laut Jupa sollen die Kosten wie in der Unter- und Mittelstufe übernommen werden; die Eltern sollen nur einen Anteil beisteuern. Idee ist, diesen nach dem Einkommen zu staffeln. Moritz Löwe scheidet aus dem Jupa aus. Ab Januar rückt Peer Fröhling nach. behExtra

Trier ist eine von 16 Kommunen, die am Bundesprogramm "Handeln für eine jugendgerechte Gesellschaft" teilnimmt. Ziel ist es, Jugendliche an Politik heranzuführen. Zur ersten Bewertungsrunde des Projektes trafen sich 65 Jugendliche in Berlin. Alexander Feltes berichtete, was in Trier zu verbessern sei: "Wir müssen uns mit anderen Parlamentariern in Deutschland besser vernetzen. So können wir voneinander lernen. Zudem müssen wir vor Ort präsenter sein." Für Mittwoch, 19. Oktober, plant das Jupa einen Vortrag von Erik Flügge, Experte für Bürgerbeteiligung. Dazu sollen Schüler der Mittel- und Oberstufe eingeladen werden. trierer-jugendparlament.de

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