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Julia und Matthias Schmitz aus Morbach müssen ihre Hochzeit verschieben

Wegen Corona : Neuer Anlauf im kommenden Jahr

Wie gehen Brautpaare mit dem Coronavirus um? Julia und Matthias Schmitz aus Morbach haben einen neuen Termin für ihre Hochzeit festgelegt.

Es war alles geplant bei Matthias und Julia Schmitz aus Morbach (Kreis Bernkastel-Wittlich). Nachdem die beiden am Valentinstag, 14. Februar 2020, im engen Familienkreis standesamtlich geheiratet hatten, stand bis vor wenigen Tagen die kirchliche Hochzeit am 23. Mai im Fokus des jungen Paares.

Doch jetzt haben der 29-jährige Bräutigam und seine 25-jährige Braut die kirchliche Trauung wegen des Coronavirus absagen müssen. „Wir sind schon sehr traurig“, sagen die beiden unisono. Denn das Paar hat seine Trauung exakt und überlegt vorbereitet.

Am 14. Februar 2010 haben sich die beiden kennengelernt und sich deshalb auf den Tag genau zehn Jahre später im Familienkreis auf dem Standesamt das Ja-Wort gegeben. Seit dem 23. Februar 2010 sind die beiden ein Paar. Die kirchliche Hochzeit sollte deshalb auch an einem 23. stattfinden, die Wahl fiel auf den 23. Mai 2020, zwei Tage nach Christi Himmelfahrt.

Die selbst gebastelten Einladungen sind an die 80 erwarteten Gäste bereits verschickt worden, an Freunde, Bekannte und Verwandte.

Das Brautkleid hängt seit September bereit. Für die Hochzeitsfeier haben die Mitarbeiterin der Trierer KFZ-Zulassungsstelle und der Mechaniker das Festmenü und die Musiker bereits bestellt, die Örtlichkeiten zum Feiern reserviert. Auch der Termin mit dem Fotografen für die Hochzeitsfotos war bereits abgesprochen.

Doch mit fortschreitender Entwicklung der Pandemie musste das Paar reagieren und hat sich überlegt, was sie machen sollen. Der Pastor, der die Beiden trauen sollte, hatte sich ebenfalls schon gemeldet und schlug eine Alternative vor: Er könne das Paar zu dem verabredeten Termin verheiraten und schlug eine reduzierte Feier vor, mit nur wenigen geladenen Gästen und einer kleinen Gesellschaft und entsprechenden Abständen in der Kirche. „Dann hätten wir entscheiden müssen, wer kommen darf und wer nicht“, sagt Julia Schmitz. Schweren Herzens haben sich die beiden deshalb entschieden, ihre Hochzeit aufgrund der aktuellen Situation zu verschieben.

 „Wir wollen niemanden gefährden und auch selbst kein Risiko eingehen“, sagen sie. Zumal sich unter ihren Verwandten auch Menschen sind, die Corona-Risikopatienten sind.

Alle Beteiligten hätten auf die Absage großes Verständnis gezeigt, sagt Bräutigam Matthias Schmitz. „Sie finden es gut, wie wir gehandelt haben“, sagt er. Auch die Lieferanten und Dienstleister hätten auf die Absage positiv reagiert.

Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Das junge Paar hat sofort einen neuen Termin gesucht und alles dafür bereits in die Wege geleitet. Jetzt wollen sich die beiden am 23. August 2021, also ein gutes Jahr später, vor dem Altar ihr Ja-Wort geben. Julia und Matthias Schmitz: „Wir hoffen, dass es dann klappt.“