Jump-Ramp und Grind-Box

Mit vielen Bürgern und bei strahlendem Sonnenschein fiel am Wochenende der Startschuss zum Betrieb der neuen Skaterbahn in Trierweiler-Sirzenich.

Trierweiler-Sirzenich. (hme) "Was lange währt, wird endlich gut." Diese altmodische Weisheit gilt laut dem Trierweiler Ortsbürgermeister Matthias Daleiden auch für die "neue, trendige Skateranlage" am Sirzenicher Sportplatz. Nach langer Planungsphase nahmen am Wochenende die Kinder und Jugendlichen die Anlage offiziell in Beschlag.Die Idee für deren Bau reicht bis ins Jahr 2003 zurück. Damals standen einige Kinder vor Daleidens Haustür und überreichten dem damaligen Ortsvorsteher eine umfangreiche Unterschriftenliste. Darin bekundeten die jungen Sportler, wie sehr sie sich über eine Skaterbahn in der Gemeinde freuen würden. Ein Jahr später gab Daleiden den Vorschlag als Bürgermeister weiter, der Gemeinderat nahm die Idee gerne auf.

Kinder in die Planung eingebunden

Nicht nur für die Kinder, auch mit den Kindern wurde an der Anlage gearbeitet. Die interessierten Jugendlichen ließen sich gerne in die Planung für die Anlage einbinden. Gemeinsam mit Ortsvorsteher Daniel Hoffmann und Bürgermeister Daleiden starteten die Skater eine Exkursion per Bus nach Hermeskeil und Kell, wo gerade neue Anlagen errichtet worden waren. "Diese Fahrt war sehr informativ, und wir bekamen eine ungefähre Vorstellung darüber, wie eine gute Anlage aussehen könnte", berichtet Daleiden. Seinerzeit rechnete die Gemeinde "blauäugig", wie Matthias Daleiden selber sagt, mit Kosten von etwa 15 000 Euro. Insgesamt verdoppelte sich diese Schätzung bis zur Fertigstellung. "Allerdings steht für mich außer Frage, dass dies gut investiertes Geld ist", erklärt Daleiden. Der Sport auf der Skatinganlage sei spannend, fördere Fitness und Wohlbefinden und sei zudem ein gutes Training für die motorischen Fähigkeiten, den Gleichgewichtssinn und die Körperkoordination.

Eine weitere gute Nachricht ließ der Bürgermeister bei der Eröffnung aus dem Sack: "Wir werden die Anlage noch um zwei Geräte ergänzen", versprach er. Eine Jump-Ramp und eine Grind-Box seien gerade bestellt worden und werden in etwa vier Wochen aufgebaut. Dank einer großzügigen Spende des RWE und weiteren Mitteln aus der Gemeindekasse sei dies möglich geworden.

Die Jungen und Mädchen waren bei der Einweihung von der Anlage angetan. Zahlreiche Runden drehten sie über den Asphalt, sprangen über die Jump-Ramps und schlidderten über die Rails. "Seit einer Woche ist die Anlage fertig, seitdem bin ich jeden Tag hier gewesen", begeistert sich Benedikt Daus aus Sirzenich. Der 17-Jährige dreht die Runden mit seinem BMX-Rad, ab und an auch mal auf Inlinern. Beide Sportarten sind auf der Anlage möglich.