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Junge Erwachsene auf spiritueller Segeltour

Junge Erwachsene auf spiritueller Segeltour

Bad Kreuznach/ Trier (red) "Leinen los - auf zu neuen Ufern!: Unter diesem Motto sind elf junge Erwachsene in See gestochen. Die beiden katholischen Dekanate Bad Kreuznach und Trier hatten zu einer spirituellen Auszeit auf dem Ijsselmeer in den Niederlanden eingeladen.


Nach einem ersten Kennenlernen im kleinen Hansestädtchen Stavoren und einem gemeinsamen Abendessen, dem niederländischen Nationalgericht Kibbeling, bezog die Gruppe den 1906 gebauten Klipper Tijdgeest ("Zeitgeist"). Am nächsten Morgen wurden nach einer kurzen Einführung durch den Skipper erstmals die Segel gehisst und Kurs auf das Städtchen Makkum genommen. Bei sehr starken Windböen war dies gleich eine stürmische Angelegenheit und für etliche Teilnehmer, die zum ersten Mal auf See waren, ein Sprung ins kalte Wasser. Die Tour führte in den folgenden Tagen weiter ins Landesinnere auf die Kanäle, da Segeln auf offener See bei Orkanböen nicht möglich war. So hatten die Teilnehmer viel Zeit, die Kulturstadt 2018, Leeuwarden in der Provinz Friesland, zu entdecken. Auf dem Weg von Leuuwarden nach Harlingen machten die Teilnehmer Halt in Franeker und besichtigten dort das älteste funktionierende Planetarium der Welt, das zwischen 1774 und 1781 vom Wollkämmer Eise Eisinga gefertigt wurde und bis heute noch in Betrieb ist. Der letzte Segeltag führte von der Hafenstadt Harlingen unter vollen Segeln und bei Sonnenschein zurück nach Stavoren.
Die Tage auf See begannen mit einem morgendlichen Impuls, dessen Gedanken die Teilnehmer durch den Tag begleiteten. Die Abende mündeten in eine Austauschrunde und einem Gebet bevor es zum gemütlichen Teil an Bord überging. Die Themen der Woche waren angelehnt an maritime Motive. So startete die Segeltour mit einem Blick auf das eigene Gepäck und der Frage "Was bringe ich mit an Bord? Was brauche ich für diese Woche? Was ist unnötiger Ballast?" Begleitet wurde die spirituelle Segelfreizeit von den beiden Pastoralreferentinnen Natalie Bauer (Trier) und Judith Schwickerath (Bad Kreuznach).