Junge Lyrik im Luther-Jahr

Der Bundeswettbewerb "lyrix" macht Station in drei Trierer Museen.

Trier (red) Der internationale Bundeswettbewerb für Nachwuchsdichter "lyrix" war unter der Schirmherrschaft von Bildungsministerin Stefanie Hubig im Rheinischen Landesmuseum, Museum am Dom und Stadtmuseum Simeonstift Trier zu Gast. Zur Eröffnung waren mehr als 100 Schüler, Lehrer und Ehrengäste in das Trierer Stadtmuseum Simeonstift an der Porta Nigra gekommen.
Der Adelbert-von-Chamisso-Preisträger José F.A. Oliver stellte das im Luther-Jahr ausgewählte Septembermotto "zu tisch war immer einer mehr geladen" persönlich vor. Es stammt aus seinem Gedicht "bauern brot" und soll junge Leute zwischen zehn und zwanzig Jahren vom 1. bis 30. September dazu anregen, Gedichte online beim Bundeswettbewerb "lyrix" einzusenden. Als Inspirationsquelle zum lyrischen Schreiben haben die drei Museen das Bild "Speisung der Fünftausend" (1657) von Adriaen van Nieulandt, eine Bronzeschale aus dem Hochmittelalter (etwa um 1200) mit dem Gleichnis vom Barmherzigen Samariter und die Reliquie Abendmalmesser, das der Legende nach beim letzten Abendmahl Jesu verwendet wurde, ausgesucht.
Die Unterstützung durch die Schirmherrschaft und Förderung der Bildungsministerin von Rheinland-Pfalz, Stefanie Hubig, die Kooperation der drei Trierer Museen sowie die Förderung durch die Robert Bosch Stiftung und das Engagement des Philologenverbandes und des Friedrich-Bödecker-Kreises e.V. machten Trier für eine Woche zur deutschen Metropole für junge Lyrik.
Von Anfang an war es das "lyrix"-Prinzip, junge Leute mit professionellen Autoren zusammenzubringen. "Lyrix" will nicht nur die Preisträger bei der Bundessiegerehrung in Berlin daran teilhaben lassen, sondern gerade auch Schüler, die gerade erste oder zweite Schritte im kreativen Umgang mit der gebundenen Sprache machen.
Mit großer Motivation gingen die Schüler des Thomas-Morus-Gymnasiums Daun, des Stefan-Andres-Gymnasiums Schweich, des Friedrich-Spee-Gymnasiums Trier, der Integrierten Gesamtschule Morbach und des Peter-Wust-Gymnasiums Wittlich in den Gedichtschreibwerkstätten von José Oliver daran, den Weg von der Notiz bis zum Gedicht zu gehen.
Die Schreibwerkstätten wurden immer kombiniert mit thematischen Führungen durch die drei beteiligten Museen. Die entstandenen Texte zeigen eine hohe Qualität, Leidenschaft, Kreativität und sprachliche Intensität.

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