Justizminister als Ehrenmitglied
TRIER. Zur Sitzung des Stiftungsrates der Europäischen Rechtsakademie (Era) reiste Petrétei József in Trier an. Der ungarische Justizminister ist als Vertreter seines Landes Ratsmitglied. Die Stippvisite nutzte Margit Zeimet, Präsidentin der Ungarisch-Deutschen Gesellschaft Trier, für ein kurzes Treffen.
Eher zufällig erfuhr Margit Zeimet vom Besuch des ungarischen Justizministers in Trier. Davon berichtete ihr Èva Kovàcs, Vorsitzende einer Studentenvereinigung an der Universität im ungarischen Pécs, die zur gleichen Zeit für eine Woche in Trier zu Gast war. In der Era trafen die beiden Frauen auf József und seinen Dolmetscher Zoltán Kisfaludy. Die außerplanmäßige Zusammenkunft nutzte Zeimet, um den Justizminister zu bitten, Ehrenmitglied in der Ungarisch-Deutschen Gesellschaft in Trier zu werden. Vereinszweck sei es, die Verbindung zwischen Ungarn und Deutschen auf gesellschaftlicher, kultureller, sozialer und wirtschaftlicher Ebene zu fördern sowie die Etablierung als ständiges Forum für hier lebende Ungarn und Freunde des Landes Ungarn, seiner Geschichte und Kultur. Justizminister Jozséf zeigte sich geehrt von dem Vorschlag einer Ehrenmitgliedschaft und nahm sie gerne an, zumal er zwischen 1992 und 1993 als Student an der juristischen Fakultät der Uni Trier eingeschrieben war. "Es ist fantastisch, dass es hier eine Ungarisch-Deutsche Gesellschaft gibt, die sich um die Beziehungen zwischen beiden Ländern kümmert", sagte Jozséf in nahezu perfektem Deutsch. Die Kontakte untereinander und der wirtschaftliche und wissenschaftliche Austausch zwischen Ungarn und Deutschland als EU-Mitgliedsstaaten sei wichtig für die Entwicklung beider Länder, so der Minister. "Wir sind bestrebt, auf uns aufmerksam zu machen", sagte Zeimet. Mit Petrétei József als Ehrenmitglied erhalte der Verein ein gutes Renommee, freute sie sich. So könne die Gesellschaft sich in Zukunft besser in der Öffentlichkeit präsentieren. Außerdem habe man sich über Möglichkeiten für engere Verbindungen zwischen Trier und Pécs ausgetauscht, an denen in den nächsten Wochen gearbeitet werden könnte. Die Ungarisch-Deutsche Gesellschaft wurde 1990 gegründet und hat rund 90 Mitglieder. An jedem dritten Freitag im Monat finden Club-Abende in der Gaststätte "Brasserie" statt. Außerdem gibt es an jedem zweiten Sonntag einen gemeinsamen Gottesdienst in der Kirche der Weißen Väter.