K wie kritisch, A wie aktiv, B wie biblisch begründet

Trier/Würzburg · Der Trierer Studentenpfarrer und KAB-Diözesanseelsorger Johannes Stein ist auf dem 14. KAB-Bundesverbandstag in Würzburg zum Bundespräses der KAB Deutschlands gewählt worden.

Trier/Würzburg. Gegen den ehemaligen Präses der Landesarbeitsgemeinschaft der KAB Bayern konnte sich der Trierer Theologe Johannes Stein durchsetzen. Gemeinsam mit der Würzburger KAB-Diözesansekretärin Sabine Schiedermair und dem wiedergewählten KAB-Bundesvorsitzenden Georg Hupfauer bilden sie die Bundesleitung, die den katholischen Sozialverband in den kommenden vier Jahren führt.
Bundespräses Johannes Stein, 1953 in Saarwellingen geboren, der Nachfolger von Pfr. Albin Krämer geworden ist, buchstabierte die KAB neu: "K" wie kritisch, denn die KAB sei ein Verband, der ungerechte Strukturen beim Namen nennt. "A" wie aktiv, vor Ort sowie auf allen Ebenen des Verbandes. Und "B" wie biblisch begründet. "Bibelarbeit darf keine fromme Übung sein, sondern muss sich mit der Existenz des Menschen direkt auseinandersetzen", so Stein.
"Mit dem Zukunftsantrag, der die Bundes- mit der Diözesanebene enger verzahnt, sowie dem Leitantrag ,Fair teilen statt sozial spalten - nachhaltig leben und arbeiten\' werden wir ein aktuelles Thema in den Verband und die Öffentlichkeit einbringen", erklärte Hupfauer. Die neu gewählte Bundesleitung des katholischen Sozialverbandes will das Profil des Verbandes in den kommenden Jahren als Bewegung für soziale Gerechtigkeit besonders in der Arbeitswelt schärfen. "Nur wir, die KAB, leben im engen Kontakt mit den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in der Kirche", betonte die neu gewählte Bundesvorsitzende Schiedermair, die Mitglied in der Gesamt-Mitarbeitervertretung des Bischöflichen Ordinariats Würzburg ist.
Bundesvorsitzende Sabine Schiedermair mahnte mehr Demokratie in der Kirche an. "Wir in der KAB leben sie", betonte sie. Der Glaube und die Spiritualität in der katholischen Arbeitnehmerbewegung bezeichnete sie als wichtige "Kraftquelle, um sich in soziale und gesellschaftliche Fragen einzumischen".
Weitere Infos über www.kab.de oder www.kab-nachhaltig.de

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