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Kabarettfestival endet mit Damenduo

Kabarettfestival endet mit Damenduo

Mit einem Auftritt des Duos "First Ladies" in der Tufa Trier ist das Kabarettfestival "Spaß.Gesellschafts.Abende" zu Ende gegangen. Bei einer Eröffnungsgala im Stadttheater und vier Einzelgastspielen hatten sich bekannte und neue Gesichter der Comedyszene in Trier vorgestellt.

Trier. (ae) Zwar nicht um Bares, aber um ein paar Erkenntnisse reicher haben Eva-Maria Michel und Maria Vollmer alias "First Ladies" ihr Publikum in der Tufa Trier gemacht. Eine Lektion ihres Programms "Reich und sexy in zwei Stunden" war, dass die meisten Menschen nicht reich und sexy sind, weil sie Angst davor haben. Eine andere Erkenntnis, dass es nicht darauf ankommt, reich und sexy zu sein, sondern es besser sei, sich einfach nur so zu fühlen.

Dazwischen ging es, wie bei einem solchen Thema naheliegend, im Wesentlichen um Frauenstereotypisches wie Traumfigur, Kosmetik, Männer oder um die Frage: "Wie angelt frau sich einen Millionär?". Trotz des gekonnten und abwechslungsreichen Einsatzes von Charme, Musikinstrumenten, Gesang und Tanz zündete das Programm nicht in allen Momenten. Insbesondere Wortbeiträge schwächelten an teils verkrampft und gekünstelt oder schrill wirkendem, wenig hintergründigem Witz. Der Auftritt des Duos "First Ladies" beendete die vierte Ausgabe der seit 2005 in Trier etablierten Spaß.Gesellschafts.Abende. Auftakt des von Versorgungsunternehmen in acht deutschen Städten veranstalteten und finanziell unterstützten Kabarettfestivals war traditionell eine mit 650 Zuschauern ausverkaufte Eröffnungsgala im Stadttheater, bei der die bekannten Komiker Piet Klocke und Nessie Tausendschön gemäß des Konzepts jüngere und ganz neue Gesichter der Comedy- und Kabarettszene vorstellten.

Traditionsgemäß folgten vier Einzelgastspiele in der Tufa. Diesmal traten überwiegend Frauen vor insgesamt rund 300 Zuschauern auf. Die größte Resonanz sowohl in Zuschauerzahl als auch -gunst erzielte Käthe Lachmann gefolgt von Anka Zink, dem GlassBlasSing-Quintett und den First Ladies. Der Veranstalter, die Trierer Stadtwerke, ist zufrieden, die Resonanz auf das Festival sei seit seiner Einführung in Trier ungebrochen gut, so ein Unternehmenssprecher.