KABINENBAHN

Zum Bericht "Kabinenbahn: Alles weiter in der Schwebe" (TV vom 15. April):

Meinung

Wie wär\'s mit einer Bürgerinitiative?
Es ist ein Trauerspiel. Seit meinem Leserbrief "Bürger, kämpft" vom 5. September 2008 hat sich in Sachen Kabinenbahn nicht viel bewegt. Die Bahn verrottet langsam. Niemand scheint sich in der Pflicht zu fühlen, daran etwas zu ändern. Noch immer hat sich niemand bemüht, einer Attraktion, einem touristischen Pfund, mit dem man wuchern könnte, neues Leben einzuhauchen. Einer Attraktion, die sich die Stadt Koblenz nur auf begrenzte Zeit erst im Rahmen der Bundesgartenschau 2011 leisten konnte. Und man sollte bedenken, wenn erst einmal abgerissen wurde, dann wird es so schnell keine neue Kabinenbahn mehr geben. Noch immer scheint es kein Konzept zu gebe, dass "Trier, die Stadt am Fluss" mit Kabinenbahn, Zurlauben, dem Anleger vom Pfalzeler Boot, dem Weiß- und Drachenhaus, Wildgehege und dem Kockelsberg zusammenführt und als weiteren touristischen Höhepunkt der Stadt Trier anbietet. Eine solche Chance darf die Stadt Trier nicht ungenutzt lassen. Trier sollte sich nicht nur auf sein römisches Erbe konzentrieren, sondern sich auch mit allen anderen Facetten (Weinanbau, Kellereien, Bischofsstadt) präsentieren. Trier hat viel zu bieten. Es wäre an der Zeit, auch vergessene Schmuckstücke wieder zu neuem Leben zu erwecken, bevor sie ganz verloren gehen. Ich erinnere hier nur an die ehemalige Treviris, die einer heutigen verwahrlost erscheinenden, vom Leerstand geprägten Einkaufspassage geopfert wurde. Es gilt, Trier als Gesamtheit zu sehen und darzustellen, und nicht nur auf das antike römische Erbe zu reduzieren. Ich wünsche mir, dass die Stadt so viel Engagement für den Erhalt der Kabinenbahn entwickelt, wie sie damals für Eintracht Trier und die Stadionflutlichtanlage aufgebracht hat. Eine Bürgerinitiative ähnlich der für das Südbad wäre ebenfalls eine tolle Sache. Helmut Eckert, Simmern

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