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Kaiser Konstantin auf Gold-Euro?

Kaiser Konstantin auf Gold-Euro?

BERLIN/TRIER. Zur Unterstützung der Konstantin-Ausstellung 2007 in Trier schlägt Finanz-Staatssekretär Karl Diller die Herausgabe eines Gold-Euro und einer Sonder-Briefmarke vor. Die Entscheidung darüber fällt im Herbst 2005.

2007 soll in Deutschlands ältester Stadt eine Landes-Ausstellung daran erinnern, dass 1700 Jahre zuvor Konstantin der Große von Trier aus begann, den Westteil des Römischen Reiches zu regieren und den Grundstein für ein christliches Europa zu legen. Die Konstantin-Schau wird die zweite Landesausstellung dieser Größenordnung seit der Salier-Ausstellung 1992 in Speyer (rund eine Million Besucher) sein. Die Kosten des Projekts dürften sich auf rund sieben Millionen Euro belaufen. Da ist Mainz und Trier Hilfe jedweder Art willkommen. Karl Diller, Staatssekretär und Trierer SPD-Wahlkreisabgeordneter, bemüht sich um eine Unterstützung des ambitionierten Großprojekts durch die Bundesregierung. Seinen Vorschlag, mit einem Sonderpostwertzeichen in Millionenauflage 2007 für die Ausstellung zu werben, will Bundesfinanzminister Hans Eichel dem Programmbeirat vorlegen, der im November 2005 darüber entscheidet.Trier ist Spitze beim Weltkulturerbe

Dillers Idee, zur Feier des 1700-Jahre-Jubiläums einen Gold-Euro herauszugeben, könnte im Rahmen der im vergangenen Jahr aufgelegten Serie "Unesco-Welterbestätten in Deutschland" verwirklicht wer-den, "denn keine Stadt in Deutschland weist so viele Weltkulturerbe-Stätten auf wie Trier mit seinen Römerbauten, Dom und Liebfrauenkirche", betont der 63-Jährige. 2003 zeigte die 100-Euro-Goldmünze Quedlinburg, in diesem Jahr ist sie Bamberg gewidmet (Foto). Über das Münz-Programm für 2007 wird ebenfalls im Herbst 2005 entschieden.Ausstellungs-Konzept fast fertig

Gezielt für das Konstantin-Jahr käme auch eine 10-Euro-Silbermünze in Betracht, wie sie derzeit zur Werbung für die Fußball-WM 2006 herausgegeben wird. Ein Teil des Erlöses könnte dann über den Etat der Bundesregierungs-Beauftragten für Kultur und Medien, Staatsministerin Christina Weiss, zugunsten der Ausstellung fließen. In einem Gespräch mit ihm habe sich die Ministerin sehr angetan von der Idee einer Konstantin-Ausstellung und offen für eine finanzielle Unterstützung gezeigt, berichtet Diller. Sie empfehle den Veranstaltern, einen Antrag auf Projekt-Förderung einzureichen und wolle sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten dafür einsetzen. Neben der Unterstützung aus ihrem Etat machte Ministerin Weiss auch auf die mögliche Förderung durch die Kulturstiftung des Bundes aufmerksam, die besonders innovative Ausstellungsprojekte fördere. Auch dort sollten die Veranstalter einen Förderantrag stellen. Voraussetzungen für Anträge sind das Vorliegen des wissenschaftlichen Ausstellungs-Konzepts und eines Finanzierungsplans. Das Konzept, das die international renommierten Historiker Alexander Demandt (Berlin) und Josef Engemann (Salzburg) erarbeiten, stehe unmittelbar vor der Fertigstellung, sagt der Mainzer Kultur-Staatssekretär und Konstantin-Lenkungsausschuss-Chef Roland Härtel auf Anfrage des Trierischen Volksfreunds .