Kameras während der Wallfahrt: Kritik aus der Politik

Kameras während der Wallfahrt: Kritik aus der Politik

Die SPD-Stadtratsfraktion kritisiert die Ankündigung der Polizei, anlässlich der Heilig-Rock-Wallfahrt Domfreihof, Hauptmarkt, Sternstraße und Palastgarten mit Videokameras zu überwachen. "Die ständige Überwachung dieser öffentlichen Flächen greift unverhältnismäßig in die Freiheitsrechte ein", sagt Fraktionschef Sven Teuber.

Auch die Bundestagsabgeordnete und Stadträtin Katrin Werner (Die Linke) kritisiert die Pläne der Polizei. "Trier darf keiner Überwachungshysterie anheim fallen", sagt Werner. "Bei den Heilig-Rock-Tagen handelt es sich um eine Wallfahrt und nicht um ein Großereignis, das Verbrechen anzieht."
Die Jungen Liberalen (Julis) Trier/Trier-Saarburg stellen sich ebenfalls gegen die Pläne der Trierer Polizei. "Hierbei handelt es sich um öffentliche Plätze, die nicht nur von Touristen, sondern auch von Besuchern und Anwohnern der Stadt Trier genutzt werden. Scheinbar stellt die Trierer Polizei erstmal jeden, egal ob Tourist oder Einheimischen, einfach unter Generalverdacht”, sagt die Kreisvorsitzende Yvonne Romes. Auch den faktischen Nutzen solcher Anlagen stellen die Julis in frage. "Eine Kamera kann nur aufzeichnen, was passiert, aber nicht verhindern, dass etwas passiert. Kameras gaukeln Sicherheit vor und schränken die Freiheit des Einzelnen ein." jp

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