Kampf gegen "Windkraftmonster": Verein setzt auf Hilfe der Bürger

Kampf gegen "Windkraftmonster": Verein setzt auf Hilfe der Bürger

Auf seiner Mitgliederversammlung am 18. August will der Verein Gegenwind aus Fell Strategien festlegen, wie die Windkraft-Pläne im eigenen Ort, aber auch in Riol und Nachbarorten in der Verbandsgemeinde Ruwer verhindert werden können.

Fell. "Jetzt müssen Taten sprechen", sagt Helmut Schneiders, Vorsitzender des Vereins Feller Gegenwind. Bei den Gesprächen mit Bürgermeisterin Christiane Horsch (Verbandsgemeinde Schweich) und Ortsbürgermeister Rony Sebastiani (Fell) sei offenkundig geworden, dass die Feller Bürger jetzt handeln müssen, wenn sie sich und ihre Umwelt vor weiteren "Windradmonstern" schützen wollten.
Hinsichtlich der Pläne der Gemeinde Fell für Windkraft beim Feller Hof seien die Möglichkeiten klar geregelt, so Schneiders. "Da können wir mit den Instrumenten Bürgerbegehren und Bürgerentscheid eine direkte Beteiligung der Feller Bürger erreichen." (Ein Bürgerbegehren muss von mindestens zehn Prozent der bei der letzten Wahl zum Gemeinderat festgestellten Zahl der wahlberechtigten Einwohner unterzeichnet sein.)
Anders sehe es bei den Windkraftplänen der Gemeinde Riol und der Verbandsgemeinde Ruwer aus. Zwar habe die VG Ruwer Gesprächsbereitschaft signalisiert, eine rechtliche Handhabe zur Verhinderung neuer und noch größerer Windräder im Westen Fells habe der Verein Feller Gegenwind jedoch nicht, meint der Vorsitzende. Er setzt auf die Unterstützung der Feller Bürger. Schneiders: "Jeder einzelne Bürger kann aufgrund von Beeinträchtigungen zum Beispiel in Form von Lärmbelästigung durch die Windkrafträder der Nachbargemeinden aktiv werden und sich beschweren. Wir sind da als Verein selbstverständlich gern behilflich bei der Vorbereitung von Schreiben und Briefen an die zuständigen Behörden."
Bei der Mitgliederversammlung am Sonntag, 18. August, um 18 Uhr im Winzerkeller Fell sollen weitere Aktivitäten besprochen werden. Der Verein hat rund 80 Mitglieder. Ziel ist die Sicherung der Lebensqualität im Feller Tal und der Schutz der Gesundheit der Feller Bürger. red

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