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Kandidaten für Ortsbürgermeisterposten in der VG Trier-Land gesucht

Kommunalwahl : Mindestens vier neue Ortschefs im Trierer Land

Franz-Josef Scharfbillig (Igel) hat sich vor einigen Wochen in den beruflichen Ruhestand verabschiedet. Nun beendete er auch seine kommunalpolitische Karriere. „Ich bin seit 25 Jahren Ortsbürgermeister und seit 35 Jahren im Gemeinderat.

Das reicht“, sagt der 63-jährige Christdemokrat. Er geht davon aus, dass es mindestens zwei Bewerber um das Amt des Ortsbürgermeisters geben wird.

Einen Wechsel wird es auch in Lang­sur geben. Dort ist Maria Braun Ortsbürgermeisterin – bis zum Sommer. Denn die seit vielen Jahren kommunalpolitisch Aktive tritt nach einer Amtszeit nicht mehr an. Sie möchte die vergangenen fünf Jahre zwar nicht missen. Es sei  jedoch nun an der Zeit, sich auf andere Dinge zu konzentrieren, sagt die 67-Jährige. Vor 36 Jahren war sie zum ersten Mal in den Gemeinderat gewählt worden.

Der mit Abstand größten Gemeinde in der Verbandsgemeinde Trier-Land steht Matthias Daleiden (Freie Wähler) vor. Als 55-Jähriger übernahm er das Amt von seinem Vorgänger Peter Schuster. 15 Jahre später ist nun Schluss als Ortsbürgermeister von Trierweiler. Schon vor der  bisher letzten Kommunalwahl hatte Daleiden mit sich gerungen, ob er noch einmal kandidiert. Damals hatte er sich entschlossen, noch  fünf Jahre dranzuhängen.  So ganz kann der Sirzenicher jedoch  nicht von der Politik lassen. Für den VG-Rat und den Kreistag will Matthias Deleiden noch einmal kandidieren.

Auf den Verbandsgemeinderat will sich Werner Olk (Welschbillig) konzentrieren. Der 69-Jährige hört nach zehn Jahren als Ortsbürgermeister auf.  „Ich will den Weg für Jüngere freimachen“, sagt Olk. Er geht davon aus, dass es Bewerber um seine Nachfolge gibt.

Derzeit in Gesprächen über eine Nachfolgeregelung ist Zemmers Ortsbürgermeister Edgar Schmitt. Dabei hatte er bereits vor einigen Monaten in einer Sitzung des Verbandsgemeinderats Trier-Land seinen Rückzug bekanntgegeben. Doch offensichtlich hält sich die Zahl potenzieller Nachfolger für den Posten in der Mehrortgemeinde in Grenzen.

Noch nicht entschieden hat sich Rolf Scherf (Hockweiler). Er hatte das Amt des Ortsbürgermeisters erst im Herbst übernommen. Zuvor war Scherfs Vorgängerin Gertrud Kiesmann aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten. Scherf, der zuvor zweiter Beigeordneter war, nennt private Gründe dafür, dass er möglicherweise nicht bei der Wahl im Mai antritt.

Antreten wird Willi Arnoldy (Newel) auf jeden Fall. Sein Name seht auf der Liste der CDU für die Kreistagswahl. Ob er zum zweiten Mal für das Amt des Ortsbürgermeisters seiner Heimatgemeinde zur Verfügung steht, ist nach eigener Aussage noch offen.

Neben Hockweiler ist Franzenheim die zweite Ortsgemeinde südlich der Mosel, die  zur VG Trier-Land gehört. Dort amtiert Christian Minn (Freie Wähler) als Ortsbürgermeister. Der 51-Jährige kann sich vorstellen, das Amt auch künftig zu übernehmen. Seit fünf Jahren ist Minn Ortsbürgermeister.

Claudia Thielen ist erst seit Ende Mai 2015 Ortsbürgermeisterin von Aach. Zuvor stand die Gemeinde mehrere Monate lang ohne Ortsbürgermeister da, weil Ralf Kierspel (CDU) zurückgetreten war und sich partout kein Nachfolger gefunden hatte. Thielen, die zuvor kommunalpolitisch  aktiv gewesen war, ist mit 39 Jahren nicht nur die jüngste Ortschefin in der VG. „Ich würde auch gerne weitermachen.“ Deshalb tritt sie an.

Noch fünf Jahre dranhängen will auch Medard Roth (Kordel). Zwar kann auch er auf viele Jahre im kommunalpolitischen Ehrenamt zurückblicken. Doch gebe es nach Auskunft Roths keinen aus seiner Sicht geeigneten Nachfolger für das Amt des Ortsbürgermeisters in der Kylltalgemeinde.

 Logo Kommunalwahl 2019
Logo Kommunalwahl 2019 Foto: TV/Lambrecht, Jana

In der Sauertalgemeinde Ralingen ist Oswald Disch (CDU) Ortsbürgermeister. Er will das auch bleiben und tritt erneut an. Ungeachtet der parteiinternen Differenzen mit Alexander Bohr, mit dem er derzeit noch im VG-Rat sitzt.