Kandidatur ist kein Selbstläufer

Kommentar : Kandidatur ist kein Selbstläufer

Monika Fink, Michael Billen oder Alexander Licht haben es vorgemacht. Noch vor dem Ende der Legislaturperiode haben sie den Weg freigemacht für den politischen Nachwuchs.

Im Falle Finks hat sich das ausgezahlt, indem ihr Nachfolger Nico Steinbach als Sozialdemokrat das Kunststück fertigbrachte, Altmeister Michael Billen (CDU) das Direktmandat abzujagen. Solchen Rückenwind könnten auch die Männer und Frauen gebrauchen, die in den Wahlkreisen in und um Trier antreten.

Denn die Kandidatur für die CDU ist kein Selbstläufer mehr. Doch aus dem Rückenwind wird nichts, da die aktuellen Mandatsträger bis 2021 weitermachen wollen. Im Vergleich zur Situation in Trier ist das jedoch noch gar nichts. Dort wagt die SPD erneut das Spiel, mit einer Direktkandidatin anzutreten, die dieses Direktmandat dann wieder weiterreichen will. Bei allem Verständnis für den Landesmutterbonus-Mitnahmeeffekt muss das doch nicht sein. Zumal für Sven Teuber Konkurrenz nicht auszumachen ist.

Bei der CDU ist noch nicht einmal am Horizont ein Bewerber zu erahnen, der als Direktkandidat nach vielen Jahren wieder einmal den Wahlkreis Trier holen könnte. Somit ist die erste Nagelprobe für CDU-Chef Wollscheid schneller da, als ihm das lieb sein wird. Die kurz nach der Wahl vielleicht noch nachvollziehbare abwartende Haltung zeugt Mitte Januar jedenfalls nicht mehr unbedingt von Stärke.

 h.jansen@volksfreund.de