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Kanzlerin Angela Merkel zeichnet Mitglieder der Trierer Doing Good Challenge aus

Engagement : Kanzlerin Angela Merkel zeichnet Mitglieder der Trierer Doing Good Challenge aus

Im Sommer 2015 haben Mitglieder des Rotary-Clubs in Trier die „Doing Good Challenge“ ins Leben gerufen. Jetzt wurden sie von der Kanzlerin dafür ausgezeichnet. Dazwischen ist viel passiert.

Andreas Laschke ist Jugenddienst-Beauftragter des Rotary Clubs Trier. Bei der Arbeit mit dessen Jugendorganisationen, so erzählt er, sei er immer wieder auf unglaublich engagierte, motivierte und kreative Jugendliche getroffen. Um das Jugendengagement in Deutschland noch weiter zu stärken, habe er mit einer Gruppe Rotariern die Idee für die „Doing Good Challenge“ entwickelt; ein Wettbewerb, der gemeinnützige Projekte von Jugendlichen auszeichnet und sie bei der Durchführung unterstützt (der TV berichtete).

Gleich mit der ersten Auflage in den Jahren 2016/17 haben die rund 20 Vereinsmitglieder deutschlandweit mehr als 11 000 Schülerinnen und Schüler dazu gebracht, mit den verschiedensten Aktionen Gutes zu tun.

Gerade ist der zweite Wettbewerb vorübergegangen. Gewonnen haben drei Jugendliche, die mit einem Spendenlauf in Buchen (Odenwald) 16 000 Euro für Projekte in Nepal gesammelt haben, sowie die „Nachhaltigkeits-AG“ in Münster, die dort auf das Thema Verschwendung aufmerksam macht.

Gewonnen hat jetzt auch der Wettbewerb selbst. Angela Merkel persönlich hat 25 deutsche Initiativen ins Bundeskanzleramt nach Berlin geladen. 25 von insgesamt 100 Projekten, die in den letzten Monaten im Rahmen der sogenannten „startsocial“-Förderung intensiv gecoacht wurden. Für den Trierer Verein hieß das: Zusammen mit einem Marketingberater der Deutschen Bank haben sie ihr Konzept von Grund auf überarbeitet, Ehrenamtliche aus der ganzen Bundesrepublik haben ihnen bei der Erstellung eines neuen Logos, einer neuen Internetseite und anderen Dingen geholfen. In einem gemeinsamen Projekt mit der Hochschule Trier haben sie zudem darüber nachgedacht, wie sie in Zukunft noch mehr Schüler erreichen können.

„Das hat uns unglaublich vorangebracht“, zieht Andreas Laschke Bilanz. „Deshalb haben wir immer gesagt: Ob wir jetzt gewinnen oder weiterkommen, ist eigentlich gar nicht so wichtig.“

Doch sie sind weitergekommen. Als eines der 25 herausragendsten Projekte Deutschlands, das einzige aus Rheinland-Pfalz. Zwar hat es nicht für einen der sieben Geldpreise gereicht, mitgenommen haben die Rotarier dennoch einiges.

Bei ihrer Ansprache an die Verantwortlichen der Projekte in Berlin betonte die Bundeskanzlerin, wie wichtig es sei, auch die jüngere Generation an das Ehrenamt heranzuführen. „Das hat uns auf jeden Fall noch mal bestärkt und motiviert“, sagt Laschke. „Wir sind auf dem richtigen Weg.“