Karl-Marx-Gymnasium
Zur geplanten Umbenennung des Hindenburg-Gymnasiums Trier (HGT) meint dieser Leser:
Der TV hat berichtet, dass es bei der Umbenennung des Hindenburg-Gymnasiums um den Erhalt des Buchstabens "H" geht und man aus diesem Grund die Namen Heine oder Humboldt favorisiert. Derjenige, nach dem eine Schule benannt wird, sollte doch möglichst, abgesehen von seinen Verdiensten, in irgendeiner Beziehung zum Ort stehen. Weder Heine noch die Gebrüder Humboldt waren Trier verbunden, wenn man davon absieht, dass Wilhelm von Humboldt als preußischer Gesandter beim Wiener Kongress 1815 dafür gesorgt hat, dass Trier preußisch wurde. Die Meinung des Stadtrats Gerd Dahm "Wenn man einen Namen wählt, der mit H beginnt, ändert sich nichts. Wenn, dann ganz anders - nicht halb anders" wird von mir geteilt. Es verwundert mich sehr, dass Trier keine Schule nach Karl Marx benannt hat, obwohl Tier weltweit als Geburtsort von Karl Marx bekannt ist. Wie man auch zur Lehre von Marx stehen mag, so ist er unstrittig einer der bedeutendsten Philosophen des 19. Jahrhunderts, ein Begründer der Sozialwissenschaft und der geistige Vater der Sozialdemokratie, durch dessen Ideen sich die Arbeiterklasse von ihrem Elend hat befreien können. Warum haben die Trierer Sozialdemokraten jahrzehntelang, allen voran der ehemalige Landtagspräsident Grimm, nur die Abschaffung des Namens Hindenburg gefordert und setzen sich selbst jetzt, da dieser Name abgeschafft ist, nicht dafür ein, dass dieses Gymnasium nach Marx benannt wird, dem größten Sohn Triers der Neuzeit? Ich schlage vor, das ehemalige Hindenburg-Gymnasium in Karl-Marx-Gymnasium umzubenennen.Christan Freiberg, Igel schule