Karl-Marx-Haus unter neuer Leitung

Karl-Marx-Haus unter neuer Leitung

Die Historikerin Anja Kruke hat die wissenschaftliche Leitung des Karl-Marx-Hauses übernommen. Die 37-Jährige hat damit Beatrix Bouvier abgelöst, die sechs Jahre das Museum geleitet hat.

Trier. (red) Nach sechs Jahren hat Professor Beatrix Bouvier das Trierer Karl-Marx-Haus gegen ihren Ruhestand eingetauscht. Im Auftrag der Trägerin des Hauses, der Friedrich-Ebert-Stiftung, hatte Frau Bouvier nach der Jahrtausendwende das Haus neu ausgerichtet und mit ihrem Team zu einem Publikumsmagneten entwickelt.

Die wissenschaftliche Leitung hat seit dem ersten Januar die 37-jährige Historikerin Dr. Anja Kruke übernommen, die zugleich das Archiv der sozialen Demokratie in Bonn leitet. Zeitgleich hat der Trierer Betriebswirt und langjährige Mitarbeiter des Teams, Karl P. Salm, als Museumsleiter begonnen.

Das Karl-Marx-Haus kann auch für das Jahr 2009 eine positive Bilanz ziehen: mit 40 268 Besuchern konnte man an den Erfolg des Marx-Jubiläumsjahrs 2008 anknüpfen.

Bewährt hat sich die Marketingkooperation Museumsstadt Trier. Insbesondere der Internationale Museumstag und die Trie rer Museumsnacht waren große Erfolge und sollen 2010 wiederholt werden.

Ebenfalls gut angenommen, wurden die Familiensonntage mit freiem Eintritt und kostenlosen Führungen, die in diesem Jahr fortgesetzt werden. Die Museumspädagogik blickt mit 220 Führungen für Schulklassen und anderen Gruppen sowie weiteren Seminaren, Projekttagen und Lehrerfortbildungen ebenso auf ein sehr gutes Jahr zurück.

Das Team des Karl-Marx-Hauses hat sich für 2010 ein umfangreiches Programm ausgearbeitet. In einer Kombination von Führungen, Seminaren und Veranstaltungen möchten die Mitarbeiter Besucher auf das Museum aufmerksam machen.

So wird am Donnerstag, 25. März, eine Ausstellung des Malers Bernhard Heisig mit einer Auswahl seiner Druckgrafiken zum 85. Geburtstag des Künstlers im Museum eröffnet. Heisig gilt als Mitbegründer der "Leipziger Schule", einer bekannten Richtung der DDR-Malerei, und wurde auch im Westen populär.