Karl-Marx-Statue

Zur Debatte um die Karl-Marx-Statue in Trier:

Ich denke, dass die Diskussion über das Thema total unnötig ist. Karl Marx ist ein Kind dieser Stadt und hat Großes geleistet. Leider wird er immer nur mit dem Kommunismus und Sozialismus in Verbindung gebracht. Aber haben die Leute davor Angst? Ich glaube es kaum. Jedes Land auf dieser Erde ist für seine eigene Politik verantwortlich, da kann der arme Karl gar nichts für. Viel wichtiger sind heute die philosophischen und ökonomischen Lehren, welche auch oder sogar gerade im 21. Jahrhundert viel Anklang finden. Aber wie schon anfangs erwähnt, finde ich diese Diskussion überflüssig. Viel prägnanter finde ich die Diskussion über den Aufstellungsort. Klar hat zu Beginn keiner mit einer Statue dieser Größe gerechnet, aber hierbei handelt es sich immerhin um ein Geschenk der Volksrepublik China an die Stadt Trier. Dass die Statue für den angedachten Aufstellungsort auf der Ecke Brücken-/Jüdemerstraße zu groß ist, dürfte den meisten Menschen klar sein. Auch wenn diese Stelle dringend eine städtebauliche Aufwertung vertragen kann. Ich finde es falsch, die Statue auf dem Simeonstiftplatz aufzustellen. Die Statue wird auf jeden Fall einen großen Ansturm von Touristen (nicht nur aus China) auslösen. Ob dieser Ansturm einer Wallfahrt gleich kommt? Sei es drum. Für Trier wäre das sicherlich ein Gewinn. Außerdem stellt ja auch niemand öffentlich die Heilig rock-Tage in Frage. Warum soll ich also ein solches Denkmal vor oder neben das Wahrzeichen von Trier stellen? Besser wäre es, diese losgelöst von anderen Denkmälern/Wahrzeichen aufzustellen und so einen neuen touristischen Ort zu schaffen. Ich möchte an dieser Stelle keine konkreten Vorschläge machen, weil ich denke, dass es an der Zeit ist, endlich die Bürger dieser Stadt in den Planungsprozess einzubinden! Thomas Weinberger, Trier