Karl-May-Freunde Pluwig: 13.400 Besucher sehen Winnetou sterben

Freilichtbühne : Karl-May-Freunde Pluwig: 13400 Besucher sehen Winnetou sterben

Das dramatische Stück um den Tod des Apachenhäuptlings in Pluwig hat die Menschen berührt. Die Karl-May-Freunde ziehen eine Bilanz der Spielzeit und verraten, wie es nach dem Abschied der beiden Hauptdarsteller weitergeht.

Würdiger Abschied: 13 400 Zuschauer haben im alten Pluwiger Steinbruch die Aufführungen von „Winnetou III“ der Karl-May-Freunde live verfolgt. Es waren die letzten Auftritte von Vereinsinitiator Reinhold Schomer als Winnetou. „Ich danke euch allen für die schönen Jahre auf der Pluwiger Bühne. Ich bin stolz, dass ich für euch den Winnetou spielen durfte“, sagte er zum Abschluss der Aufführungen.

Begleitet wurde er dabei von seinem Bühnenbruder Rainer Otten, der ihn seit 2015 in der Rolle des Old Shatterhand im Kampf für Gerechtigkeit und gegen das Böse begleitetet hat. Auch Otten verabschiedete sich mit einer  Ansprache von der Rolle des Old Shatterhand.

Bei den Aufführungen von Winnetou III hatte das 85-köpfige Ensemble der Pluwiger Karl-May-Freunde mit packenden Kampf- und Reitszenen sein Können unter Beweis gesetllt. Vorsitzender Edwin Christen: „Unsere Darsteller haben in den vergangenen Jahren ihre schauspielerischen Fähigkeiten sukzessive verbessert und ein gutes Ergebnis abgeliefert. Dies alles haben wir der professionellen Beratung von Jan Krüger zu verdanken, der mit seinen Fähigkeiten einer Schauspiel- und Stuntausbildung unsere Stücke aufgewertet hat“, lobte Christen. „Gemeinsam mit unserem Regisseur und Pyrotechniker Conny Faißt wurde ein Stück auf die Beine gestellt, welches ich als bestes Stück unserer Vereinsgeschichte bezeichnen möchte.“

Die Karl-May-Freunde zeigen zudem als gemeinnütziger Verein soziale Verantwortung und haben in diesem Jahr mit einer Spende von 1500 Euro das Sozialnetzwerk Nestwärme unterstützt, das Familien von schwerstkranken und behinderten Kindern begleitet.

Durch eine gezielte Nachwuchsarbeit hat der Verein ein Jugendensemble aufgestellt, das im aktuellen Stück in kleineren Rollen mitwirkte.

Auf die Frage nach der Zukunft der Bühne hat der scheidende Vorsitzende Christen eine klare Antwort: „Wir werden in zwei Jahren das Stück Winnetou I aufführen und damit unsere Nachwuchs- und Jugenddarsteller aus der zweiten Reihe nach vorne holen. Damit steht unser Verein gut da, und wir haben eine solide Ausgangsbasis für die Zukunft.“

(red)
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