Katholische Familienbildungsstätte Trier: Bald sind alle Räume wieder nutzbar

Soziales : Bald sind alle Räume wieder nutzbar

Die Vereinigten Hospitien und die Katholische Familienbildungsstätte Trier einigen sich über Maßnahmen zum Brandschutz. Das erste von zwei Fluchtfenstern ist bereits eingebaut.

Rund 350 Quadratmeter der Familienbildungsstätte (FBS) liegen brach, Angebote finden teils außerhalb statt, weil Brandschutzbestimmungen nicht erfüllt sind. Wer ist zuständig? Mieter oder Vermieter? Darüber hatte der Trierische Volksfreund berichtet. Wenige Tage nach Erscheinen des Artikels über den Platzmangel und die Brandschutzauflagen, saßen, wie angekündigt, der vertretungsberechtigte Notvorstand der FBS, deren Leiterin Brunhilde Werner und Tobias Reiland, einer der beiden kaufmännischen Direktoren der Vereinigten Hospitien, zusammen, um eine Lösung zu finden.

Beide Seiten seien sich schnell einig gewesen, sagen sowohl Reiland als auch Brunhilde Werner nun in einem weiteren Gesrpäch mit dem TV. Obwohl die Situation komplex ist: Die FBS befindet sich auf dem Gelände der Vereinigten Hospitien, Vermieter ist das Bistum Trier. Im Mietvertrag sei laut Brunhilde Werner nicht eindeutig geregelt, wer für den Brandschutz zuständig sei.

„Ein Filetstück für jeden Juristen“, pflichtet Reiland bei. Aber einen Rechtsstreit wollten die Beteiligten umgehen. Schnelles und einvernehmliches Handeln sei gefordert, den Vereinigten Hospitien liege viel an der FBS, deshalb sei die Lösung schnell da gewesen, sagt Reiland.

Besagte Lösung sieht so aus: Die Vereinigten Hospitien übernehmen die Kosten der notwendigen Baumaßnahmen, um den Brandschutzauflagen gerecht zu werden. Reiland rechnet mit einem Aufwand von rund 15 000 Euro.

Der Direktor und Brunhilde Werner zeigen, was bereits passiert ist. Im Geräteraum, gleich neben dem Gymnastikraum, wurde ein großes Fluchtfenster angebracht. Im Brandfall können sich Menschen nun schnell aus dem Notausstieg ins Freie retten.

„Die Gymnastikgruppe kann bald wieder hier rein“, freut sich Brunhilde Werner. Die Übergangslösung, eine Unterbringung außer Haus, sei bereits zum 1. Juli gekündigt worden. In einem weiteren bis zur Stilllegung viel genutzten Raum wird ebenfalls ein Fluchtfenster angebracht werden. Spätestens nach den Sommerferien können die zwangsweise brachliegenden 350 Quadratmeter dann wieder komplett genutzt werden. Bislang kostenfrei, doch die FBS denkt laut ihrer Leiterin zumindest über eine Beteiligung an den Nebenkosten nach. Auch die Brandschutztreppe an der Küche kann wieder weg.

Noch mehr Klärung haben beide Parteien erzielt: „Wir haben viel entrümpelt“, berichtet Brunhilde Werner. Reiland meint: „Wir haben uns von der Vergangenheit gelöst.“

Laut FBS-Leiterin wird es 2020 einen neuen Mietvertrag geben. Das Bistum wolle Vereinen wie der Katholischen Familienbildungsstätte Trier mehr Eigenverantwortung geben, sagt sie. Und beim Blick auf den 1980er Jahre Stahlbetonbau mit Flachdach sagt Reiland: „Er ist keine Augenweide.“ In den kommenden Jahren wird sich offenbar noch einiges in der Krahnenstraße 39b tun.

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