„Katzenjammer“ begeistert Premierenpublikum in Köwerich

Freizeit : Viel Applaus für „Katzenjammer“

Premiere und zwei weitere Aufführungen des Theatervereins Köwerich begeistern das Publikum.

Dem Theaterverein Köwerich ist bei der Stückauswahl wieder ein Glücksgriff gelungen: Das Mundartstück „Katzenjammer“ von Bernd Gombold, ein Dreiakter, der im Köwerich der 60er Jahre spielt, hat bei der Premiere und zwei weiteren Aufführungen den Geschmack des Publikums getroffen.

Es herrschte wieder diese ganz besonders heimelige Atmosphäre (oder wie der Köwericher sagt: „Et as e Gehäjschnis!“) bei der Premiere im Jugendheim Köwerich, als sich der Vorhang der kleinen, aber feinen Bühne öffnete und der Theaterverein sein neuestes Stück präsentierte. Schon das schmucke Bühnenbild machte neugierig. Und die Akteure erst: Ein ums andere Mal war in diesem Stück voller Körpereinsatz der Schauspieler gefragt.

Worum es ging:  Der Marienhof, ein großes landwirtschaftliches Anwesen mit jahrhundertealter Tradition, steht kurz vor dem finanziellen Ruin und muss deshalb verkauft werden. Seit dem Tod ihrer Eltern bewirtschaftet Jungwinzerin Brigitte (Anja Krämer) das große Anwesen zusammen mit ihrem Opa (Roland Scholtes) und Knecht Kläs (Markus Scholtes), die aber beide jeder Arbeit aus dem Weg gehen. Fast schon zur Familie gehört Nachbar Alois (Thomas Krämer), der für jeden Streich zu haben ist. Brigittes Gutmütigkeit wird von dem dubiosen Künstler François alias Franz Wahrs (Erwin Welter) ausgenutzt, der zeichnet, dichtet, musiziert und sich ansonsten bei Brigitte alles ausleiht, was man zum Leben braucht.

Als der Marienhof zum Verkauf ausgeschrieben wird, kündigt sich als erste Kaufinteressentin die gnädige Frau Claudette von Esch-Alzette (Claudia Schlöder) in Begleitung des 17-jährigen „Kätzchens“ Charlotte an. Aber auch Marie (Katja Haubrich) und Rosa (Jutta Hornen), zwei betagte Damen, wollen den Marienhof für ihren „Jungi“ Peter (Stefan Götte) erwerben. Als auch noch der Junggeselle Peter Totenräber (Andreas Marx) als dritter Kaufinteressent auftaucht, bricht das Chaos aus.

Die Spielleitung lag  in den bewährten Händen von Roland Scholtes und Carina Regnery, als Souffleusen fungierten Elke Lex-Jüngling, Anja Schlöder und Angelika Reichelt, für Masken und Frisuren waren Christina Basten und Elisabeth Lex zuständig. Verantwortlich für Bühnenbau und Technik waren Werner Lentes, Thomas Krämer, Rudolf Melchisedech, Mario Jostock, Thomas und Jason Jaeger, Stefan Götte sowie Andreas Marx.

Mehr von Volksfreund