Kein bezahlbarer Wohnraum

Zum Bericht "Jensen: Keiner muss im Freien übernachten" folgende Zuschrift:

Herr Jensen meint hier wohl Studenten, womit er vermutlich auch recht hat. Aber was machen wir mit den wohnungslosen Trierer Bürgern? Bereits am 8. November 2007 habe ich auf einer Veranstaltung des NGS (Netzwerk Gleichstellung und Selbstbestimmung in Rheinland- Pfalz) anlässlich "200 Tage OB Jensen" den Oberbürgermeister erstmalig auf die prekäre Situation auf dem Trierer Wohnungsmarkt - Leidtragende sind nicht in erster Linie die Studenten, sondern auch Menschen mit einer psychischen Erkrankung, aber auch allein erziehende Mütter - aufmerksam gemacht. Herr Jensen hat dann durch das Sozialdezernat am 10. April zu einem runden Tisch zum Thema eingeladen. Bezüglich der Problematik herrschte Konsens. Trotzdem sah das Sozialdezernat wohl keinen Handlungsbedarf. Im Juli wendete ich mich erneut an den OB mit der Bitte, zu Folgetreffen des "Runden Tisch" einzuladen, um in Zusammenarbeit mit dem Sozialamt, der Arge, Vermietern und Betroffenen Lösungen zu finden. Die Antwort steht noch aus. Um nicht missverstanden zu werden: Ich finde Jensens Engagement für Studenten gut, selbstverständlich ist es Aufgabe der Stadt, dafür Sorge zu tragen, dass jeder Bevölkerungsgruppe in Trier ausreichend bezahlbarer Wohnraum zur Verfügung gestellt wird - eine Verpflichtung, die die Stadt Trier auch gegenüber psychisch kranken Bürgern und Alleinerziehenden hat.

Norbert Prostak, Trier

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