Kein Ende der Holperstrecke in Sicht

Kein Ende der Holperstrecke in Sicht

Sie gehören zu den lautesten Straßen in ganz Trier: Luxemburger und Bonner Straße. Ursächlich dafür ist nicht nur das hohe Verkehrsaufkommen (auch LKW), sondern auch der desolate Fahrbahnzustand. Während die Bonner Straße 2015/16 ausgebaut werden soll, ist die Sanierung der Luxemburger Straße nicht in Triers Finanzhaushalt aufgeführt.

Trier-West. Gerade mal 20 Tage hatte der Beschluss des Ortsbeirats Trier-West/Pallien zu seinen Projekten für die kommenden zwei Jahre Bestand. Dann erreichte Ortsvorsteher Horst Erasmy (CDU) am 16. Oktober ein Schreiben, das die Kürzung des Stadtteiletats um 25 Prozent ankündigte und ihn aufforderte, eine Prioritätenliste der Projekte zu erstellen. Dies habe er bislang nicht getan, sagte er in der Ortsbeiratssitzung und kritisierte dieses Vorgehen der Verwaltung. Ebenso Jörg Reifenberg (CDU): "Oberbürgermeister Klaus Jensen hat in der Ortsvorsteherbesprechung von Transparenz geschwafelt. Nun sehen wir, wie ernst er das nimmt, obwohl er weiß, wie sensibel dieses Thema ist." Der Ortsbeirat spricht sich daher einstimmig gegen die erneuten Budgetkürzungen aus.
Kritik übt Erasmy auch an der Verwaltung. Diese sei nicht einverstanden mit dem Ortsbeiratsbeschluss, das Umfeld des Walburga-Marx-Hauses zu verbessern, da dies Teil des städtischen Konzepts für die Umgestaltung des Gneisenauberings sei. Doch auch für 2013/2014 ist dieses Projekt nicht im Finanzhaushalt gelistet. "Wenn die Stadt hier keinen Schritt nach vorne macht, machen wir das", sagte der Ortsteilchef. "Wir setzen ein Zeichen!" Auch der Caritasverband wolle sich finanziell an der Gestaltung beteiligen.
Der Ortsbeirat vermisst im Finanzhaushalt auch die Skatehalle sowie den Ausbau der Luxemburger Straße, die wiederum von der weiteren Verkehrsplanung im Bereich Bobinet/Ausbesserungswerk abhänge. Auch fehle darin die Umgestaltung eines Kasernengebäudes zu einem Studentenwohnheim, obwohl Mittel aus dem Programm Soziale Stadt bereitlägen. Enthalten sind dagegen der Ausbau der Bonner Straße sowie ein Anbau für die Kurfürst-Balduin-Realschule plus, deren Zukunft aber vom Schulkonzept abhängt. So lang nicht klar sei, wie es mit den Schulen im Stadtteil weitergehe und wie einige Gebäude künftig genutzt werden, stocke die Planung im Bering, sagte Stadtteilmanagerin Renate Heineck. An diesen Entscheidungen hingen auch weitere Projekte. "Wir können uns keinen Millimeter bewegen." mehi

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