Kein Interesse an Motiven

Die Täter fühlen sich allzu sicher, haben sie doch mittlerweile nahezu 100 Häuser verunstaltet. Es ist ja für sie ein leichtes Spiel, im Schutz der Dunkelheit anderer Leute Eigentum zu beschädigen.

Und schwierig ist es, sie dingfest zu machen. Erboste Hausbesitzer, verunsicherte Anwohner und die Polizei im Nacken, das scheint der spezielle Kick für die Täter bei diesen Schmier-Aktionen zu sein. Wenn der eigene Verstand nicht ausreicht, die kriminellen Handlungen zu unterlassen, dann muss die Härte des Gesetzes eben zuschlagen. Solche Sachbeschädigungen sind kriminelle Handlungen. Sie können mit zwei Jahren Freiheitsstrafe geahndet werden. Und wie Staatsanwalt Horst Roos mitteilt, wird nur in Einzelfällen der Täter-Opfer-Ausgleich angewendet, bei dem das Verfahren nach der Einigung zwischen den beiden Parteien eingestellt wird. Die Bürger werden sich das nicht gefallen lassen und immer intensiver mit der Polizei zusammenarbeiten. Sie interessieren sich nicht für die Motive dieser Schmierer, sei es Frust, sozialer Protest oder einfach nur Zerstörungswille. Die Zahl der Hinweise wird drastisch steigen, wenn Staat und Betroffene Belohnungen aussetzen, damit dem Spuk ein Ende gesetzt wird. m.adrian@volksfreund.de