"Kein kirchliches Woodstock"

TRIER. (red) Der Weltjugendtag 2005 in Köln, in dessen Vorfeld auch rund 20 000 junge Leute aus aller Welt zu Gast im Bistum Trier sein werden, ist eine große pastorale Chance. Das haben Bischof Marc Stenger, Troyes, und Prälat Heiner Koch, Generalsekretär des Weltjugendtags 2005, am Mittwoch in Trier betont.

Beim Priestertag des Bistums während der Heilig-Rock-Tage luden Bischof Stenger und Prälat Koch in Referaten die Priester der Diözese Trier ein, sich an der Vorbereitung und Realisierung des Weltjugendtags 2005 zu beteiligen. Prälat Koch stellte klar, dass der Weltjugendtag ein erlebnisorientiertes Großereignis sein werde. Damit sei jedoch nicht einfach ein "kirchliches Woodstock" gemeint. Wichtig sei es, die pastorale Chance dieses Events zu nutzen, zu dem zwischen 800 000 und einer Million junger Leute erwartet werden. Die Chance besteht für die Kirche nach Auffassung von Prälat Koch darin, mit einem profilierten, einladenden und gemeinschaftsbildenden Angebot Jugendliche zu erreichen. Für viele dieser Jugendlichen sei in Deutschland der Glaube heute keine Selbstverständlichkeit mehr. Vielmehr müssten Jugendliche heute erst zum Glauben kommen und auf ihrem Glaubensweg begleitet und motiviert werden. Nach Ansicht von Prälat Koch können durch den Weltjugendtag insbesondere auch junge Menschen angesprochen werden, die ansonsten wenig mit der Kirche zu tun haben. Dabei sei es für viele junge Leute durchaus eine wertvolle Erfahrung, bei einer Großveranstaltung zu erleben: "Du bist mit deinem Glauben nicht allein, sondern Teil einer großen Gemeinschaft." Diesen Aspekt hob auch Bischof Stenger hervor. Jugendliche brauchten "große Zahlen, um sich identifizieren zu können", sagte er. Von daher könne der Weltjugendtag für viele Jugendliche eine wichtige Stärkung in ihrem Glauben sein. Es sei für junge Leute ein großes Glück, "als Volk" wahrgenommen zu werden.

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