Kein Luftschloss mehr

Ende 2004 war die Straße der Römer nicht mehr als ein Luftschloss. Es gab viele hohe Ziele, doch es blieb offen, wer für deren Erreichen zuständig war.

Ende 2004 war die Straße der Römer nicht mehr als ein Luftschloss. Es gab viele hohe Ziele, doch es blieb offen, wer für deren Erreichen zuständig war. Das Projekt stand im Verdacht, eine Alibi-Planung zu sein, mit der man die Gemüter in der Eifel, an der Mosel und im Hunsrück beruhigen will. Denn dort hat man noch nicht vergessen, dass die Landesgartenschau nur Trier allein ins Rampenlicht gerückt hat. Doch das Luftschloss ist zu einem ernst zu nehmenden Projekt geworden. Die Moselland-Touristik hat die Regie übernommen, ein Konzept erstellt und Partner an den Verhandlungstisch gerufen, um die Finanzierung zu regeln. Die Auswahl der geeigneten Denkmäler ist der sensibelste Punkt dieser Geschichte. Hier kann sehr leicht wieder die Eifersucht aufkommen, die man durch die Konzeptionierung einer alle Räume umfassenden Römerstraße gerade verhindern wollte. Es ist deshalb ein guter Ansatz, diese Auswahl nicht von Touristik-Gesellschaften allein, sondern auch von Historikern, Denkmalschützern und Museums-Experten treffen zu lassen. Denn ohne faire und solide Auswahl wird das Projekt für jede Menge Zwietracht sorgen. j.pistorius@volksfreund.de