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Kein neuer Weg auf den Friedhof

Kein neuer Weg auf den Friedhof

BIEWER. Am Friedhof scheiden sich die Geister: Während einige Besucher die angeblich mangelnden Parkmöglichkeiten beklagen, fordern andere den direkten Zugang von der Straße Im Litzelholz.

Viele Wege führen zum Biewerer Friedhof. Am Ortsausgang des Stadtteils gelegen, ist die Begräbnisstätte an der B 53 eigentlich gut zu erreichen: Der Bus hält vor dem Haupteingang und wer mit dem eigenen Auto kommt, dem bieten sich - gemessen an anderen Friedhöfen der Stadt - geradezu paradiesische Parkplatzverhältnisse. Doch einigen Biewerern reicht das nicht. Beim TV -Ortsgespräch im vergangenen Jahr wurden sowohl weitere Stellplätze direkt am Friedhof wie auch ein ebenerdiger Zugang von der Straße Im Litzelholz gefordert. Dabei ist das Argument für einen weiteren Eingang auf der Südseite des Friedhofs denkbar schlicht: Es existiert doch schon ein Trampelpfad. Und den würden vor allem ältere Friedhofsbesucher gerne legalisiert und befestigt sehen. Schließlich ließen sich auf diesem Wege zahlreiche Gräber bequemer erreichen als vom Haupteingang mit seinem steilen Anstieg aus. Dass der Trampelpfad mittelfristig zu einem richtigen Fußweg ausgebaut werden könnte, ist indes eher unwahrscheinlich. Eine entsprechende Anfrage von Ortsvorsteher Dieter Birkel hat die Stadt bereits ablehnend beantwortet. Zum einen hätten Anwohner frühzeitig ihren Protest gegen einen solchen Zugang signalisiert, berichtet Birkel. Zum anderen habe das Grünflächenamt nicht das nötige Geld für einen richtigen Zugang. Denn mit ein wenig Teer sei es nach Ansicht der Stadt nicht getan. Das Grünflächenamt hätte die Maßnahme nur unterstützt, wenn eine richtige Zufahrt samt Stellplatz für die städtischen Friedhofsmitarbeiter geplant gewesen wäre. Alles oder nichts - nicht nur die Stadt sieht keinen wirklichen Handlungsbedarf. Auch die Kritik am angeblich mangelnden Parkraum mutet befremdlich an. So gibt es gleich am Haupteingang drei Stellplätze, die für Besucher des Friedhofs reserviert sind. Und an der nahe gelegenen Mäusheckerhalle stehen annähernd so viele Parkplätze zur Verfügung wie es Gräber auf dem Friedhof gibt. Dennoch möchte die Stadt nicht ausschließen, dass in einigen Jahren einige zusätzliche Parkplätze direkt am Friedhof geschaffen werden. Im Zuge der Entwidmung der B 53 nach Freigabe der neuen Biewerer Ortsumgehung könnten entsprechende Überlegungen angestellt werden, heißt es aus der Verwaltung. Morgen in unserer Stadtteil-Serie: Kein Raum für die Biewerer Jugend.